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Beta vulgaris subsp. vulgaris

Rote Bete

Volksnamen: Rote Rübe, Rande

Rote Bete

Beschreibung

Die Rote Bete liefert tiefrote, erdig-süße Knollen, die sich roh, gekocht oder eingelegt verwenden lassen, und auch die jungen Blätter sind als Mangold-Ersatz essbar. Sie ist pflegeleicht und lässt sich im Sandkeller oder Erdmiete den ganzen Winter lagern.

Pflegehinweise

Säe direkt ins Beet ab April bis Juni, denn jedes Saatkorn ist ein Knäuel mehrerer Keimlinge, vereinzele die Sämlinge daher auf etwa 10 cm. Halte den Boden gleichmäßig feucht, damit die Knollen nicht holzig werden, und ernte vor den ersten starken Frösten ab Juli. Beim Putzen das Laub abdrehen statt abschneiden, damit die Knollen nicht ausbluten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeGänsefußgewächse
WasserbedarfMittel

Rote Bete mag tiefgründige, humose und gut durchlässige Böden ohne Staunässe – am besten lockerer Lehm, in dem die Rübe ungehindert wachsen kann. Der pH-Wert liegt optimal bei 6,0–7,0; auf sauren Böden (unter 6) reagiert sie mit Mangelerscheinungen, über 7,5 wird die Aufnahme von Eisen und Bor schlechter. Kalk daher nur dosiert und am besten im Herbst nach Bodentest geben.

Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden einarbeiten; auf nährstoffärmeren Böden zusätzlich Hornspäne als langsam wirkende Stickstoffquelle untermischen. Dünge zurückhaltend – zu viel Stickstoff treibt Blattmasse statt Knolle und erhöht den Nitratgehalt. Keinen frischen, unverrotteten Mist verwenden.

Überwinterung

Ernte die Rüben vor den ersten starken Frösten und lagere sie ungewaschen in feuchtem Sand in einer Kiste ein — nur die Blattkrone schaut heraus —, kühl im Keller oder Schuppen bei wenigen Grad über null. Alternativ lässt du einzelne Rüben mit dem Laub im Beet und deckst es dick mit Stroh oder Reisig ab; das klappt aber nur in milden Lagen, bei Dauerfrost frieren sie im Boden durch.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Rote Bete vermehrst du ausschließlich über Samen – andere Methoden sind für diese Art nicht praktikabel. Du hast zwei Wege: Direktsaat ins Freiland oder Voranzucht im Haus.

Direktsaat (empfohlen): Säe ab Mitte April bis Anfang Juli, sobald der Boden ca. 8 °C warm ist. Lege die Samen 2–3 cm tief in Rillen, Reihenabstand 25–30 cm. Tauche die Samen vorher etwa 12 Stunden in lauwarmes Wasser ein – das beschleunigt die Keimung spürbar. Keimzeit: 8–20 Tage bei gleichmäßiger Feuchtigkeit. Da die meisten Sorten polygerm sind (Knäuelfrüchte mit 2–6 Keimlingen je Stelle), vereinzelst du auf 10–15 cm Abstand, sobald die Pflänzchen ca. 5 cm hoch sind. Die herausgezogenen Jungpflanzen kannst du als Salatbeigabe essen.

Voranzucht: Ab März drinnen in Multitopfplatten oder einzelne Töpfe (kein flaches Saatschälchen – Rote Bete bildet sehr schnell tiefe Pfahlwurzeln). Ab April pikierfertig ins Freiland setzen, nach der letzten Frostgefahr.

Eigenes Saatgut gewinnen (nur bei samenfesten Sorten sinnvoll – aus F1-Hybriden gewonnene Samen fallen in der nächsten Generation auseinander und sind nicht sortenecht): Rote Bete blüht erst im zweiten Jahr. Überwinternde Knollen im Herbst vorsichtig ausgraben, Laub auf einige Zentimeter stutzen und in feuchtem Sand/Holzspäne-Gemisch frostfrei (Keller, 0–5 °C) lagern. Im Frühjahr wieder einpflanzen. Rote Bete ist Fremdbefruchter und windbestäubt – halte mindestens 300 m bis 1 km Abstand zu anderen Beta-vulgaris-Sorten (Mangold, Zuckerrübe), sonst kreuzen sich die Sorten. Der feine Pollen lässt sich nicht zuverlässig durch Tüten abschirmen. Für sortenechte Samen mindestens 10 Mutterpflanzen blühen lassen. Samen im Sommer ernten, wenn die Stängel braun und trocken sind, und an einem luftigen Ort nachtrocknen lassen.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Sorten

5 Sorten
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