KrankheithochJun–Okt

Verticillium-Welke

Verticillium dahliae

Erkennen

Die Verticillium-Welke ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die über die Wurzeln eindringt und die Leitbahnen der Pflanze verstopft. Weil Wasser und Nährstoffe nicht mehr durchkommen, welken einzelne Triebe oder Blätter oft einseitig und erholen sich auch über Nacht nicht mehr. Typisch ist eine braune bis grünlich-schwarze Verfärbung im Holz, die du siehst, wenn du einen befallenen Trieb aufschneidest. Bei Ahorn und Perückenstrauch stirbt häufig plötzlich ein ganzer Ast ab, während der Rest noch grün ist. Bei Tomate, Aubergine, Paprika und Erdbeere kümmert die Pflanze bei Sommerhitze und bricht später zusammen. Der Pilz bildet Dauerkörper, die zehn Jahre und länger im Boden überleben, deshalb kehrt er auf befallenen Flächen bei anfälligen Kulturen immer wieder zurück. Die Symptome zeigen sich vor allem im warmen Sommer von Juni bis in den Oktober.

Vorbeugen

Gegen die Verticillium-Welke hilft kein Spritzmittel, weil der Pilz im Boden und im Inneren der Pflanze sitzt. Setze deshalb auf Vorbeugung und einen gesunden Standort. Rode befallene Pflanzen samt möglichst vielen Wurzeln und gib sie in den Restmüll, nicht auf den Kompost, damit die Dauerkörper sich nicht weiter verteilen. Pflanze auf verseuchten Beeten mehrere Jahre lang keine anfälligen Kulturen wie Tomate, Aubergine, Erdbeere oder Dahlie nach, sondern lege eine weite Fruchtfolge mit Gräsern, Getreide oder Zwiebelgewächsen ein. Wähle wo möglich resistente oder tolerante Sorten und bei Gehölzen widerstandsfähige Arten. Halte die Pflanzen kräftig durch gleichmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe und maßvolle Düngung, denn gestresste Pflanzen erkranken leichter. Vermeide Wurzelverletzungen beim Hacken und Umpflanzen, arbeite Kompost und Mulch für ein aktives Bodenleben ein und reinige Werkzeug und Schuhe, bevor du von einem befallenen Beet zu einem gesunden wechselst.

Betroffene Pflanzen

Diese Pflanzen aus unserer Datenbank sind besonders anfällig.

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