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Symphyotrichum novi-belgii

Herbstaster

Volksnamen: Glattblatt-Aster, Neubelgische Aster, Raublatt-Aster

Herbstaster

Beschreibung

Die Herbstaster ist die große Schlussblüherin des Gartenjahres: Wenn im September und Oktober das meiste verblüht ist, überzieht sie sich mit einem Meer aus violetten, rosa und weißen Sternchen. Für Bienen und Schmetterlinge ist sie eine der letzten und wichtigsten Nektarquellen vor dem Winter. In Bauerngärten gehört sie traditionell ans Beetende.

Pflegehinweise

Pflanze die Herbstaster in nahrhaften, gleichmäßig feuchten Boden an einen sonnigen Platz und gieße bei Trockenheit von unten, denn die Glattblatt-Aster neigt sonst zu Mehltau. Schneide die Triebe Ende Mai (KW 22) einmal um ein Drittel ein, das macht sie buschiger und standfester. Teile dichte Horste alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, das hält sie vital und blühfreudig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Du pflanzt die Herbstaster in nährstoffreichen, gleichmäßig frischen bis feuchten, aber gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt sie nicht. Lehmig-humose Böden sind ideal; bei sandigem Boden arbeitest du beim Pflanzen etwas reifen Kompost ein, um die Wasserhaltekraft zu verbessern.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun

Im Frühjahr (März/April) arbeitest du reifen Kompost flach um den Wurzelstock ein — das reicht bei gut versorgten Böden als Hauptgabe. Auf mageren Standorten kannst du im Frühsommer (Juni) ergänzend Hornspäne einstreuen und leicht einharken. Bleib maßvoll: Zu viel Stickstoff macht die Triebe weich und fördert Mehltau.

Überwinterung

Die Glattblatt-Aster ist eine voll winterharte Staude und übersteht den DACH-Tiefland-Winter problemlos im Freien. Lass die Stängel nach der Blüte stehen — sie schützen die Wurzeln — und schneide erst im zeitigen Frühjahr bodennah zurück; schneidest du schon im Herbst zurück, deck die Wurzelzone mit Reisig oder Laub ab.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung
  • Stecklinge
  • Aussaat

Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Teilung alle 2–3 Jahre im zeitigen Frühjahr, sobald die ersten Triebe erscheinen aber noch keine Knospen da sind. Hebe den Wurzelballen aus, teile ihn mit zwei Grabegabeln oder einem Spaten in Stücke, die jeweils 3–5 kräftige Triebe tragen, und pflanze die kräftigen Außensektionen neu ein. Den alten Mittelbereich kompostierst du, er ist meist verholzt und blüht schwächer.

Für Stecklinge schneidest du im Frühjahr 8–12 cm lange Triebspitzen, entfernst die Blätter im unteren Drittel und steckst sie in feuchte Anzuchterde. Eine Folientüte als Haube hält die Luftfeuchtigkeit hoch; nach 3–4 Wochen sind die Stecklinge bewurzelt.

Aussaat ist möglich – säe frisch geerntete Samen direkt nach der Blüte im Herbst ins Freiland oder im Frühjahr bei etwa 15 °C ins Anzuchtbeet (Keimzeit ca. 2 Wochen). Beachte: Sorteneigenschaften (Farbe, Wuchshöhe) werden bei Kulturformen und Hybriden nicht sortenecht weitergegeben, daher ist die vegetative Vermehrung über Teilung oder Stecklinge für benannte Sorten vorzuziehen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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