Heliopsis helianthoides
Sonnenauge
Volksnamen: Garten-Sonnenauge, Rauhes Sonnenauge, Heliopsis
Foto: Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Das Sonnenauge schüttet von Juli bis Oktober eine schier endlose Fülle goldgelber, sonnenblumenartiger Blüten aus und gehört damit zu den langlebigsten und ausdauerndsten Sommerstauden. Es wird 100 bis 150 cm hoch, bildet standfeste Horste und ist eine reichhaltige Nektar- und Pollenquelle für Bienen und Falter. Als Schnittblume hält es lange in der Vase.
Pflegehinweise
Gib ihm einen sonnigen Platz in nährstoffreichem, frischem Boden und gieße in längeren Trockenphasen, dann blüht es ohne Pause. Putze Verblühtes regelmäßig aus, das treibt immer neue Knospen. Ein leichter Rückschnitt um ein Drittel im Mai macht den Horst buschiger und standfester. Teile ihn alle drei bis vier Jahre im Frühjahr, um ihn vital zu halten.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, sandig, humos, durchlässig
Du brauchst einen gut durchlaessigen, humosen Boden – von sandig-lehmig bis lehmig ist alles recht, solange er nicht dauerhaft nass steht. Staunaesse vermeidest du unbedingt, sonst faulen die Wurzeln; ein frischer, naehrstoffhaltiger Standort in der vollen Sonne ist ideal.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Fruehjahr zum Austrieb arbeitest du reifen Kompost flach in den Boden ein. Auf magerem Boden harkst du zusaetzlich etwas Hornspaene oberflaechlich ein, damit der kraeftige Wuchs ueber die Saison versorgt bleibt; auf gut versorgten Gartenboeden reicht die Kompostgabe allein, denn zu viel Stickstoff bringt Laub statt Bluete.
Überwinterung
Sonnenauge ist vollständig winterhart und braucht keinen Winterschutz. Lass die abgestorbenen Stängel über den Winter stehen — sie schützen die Pflanze und bieten Insekten Unterschlupf — und schneide sie erst ab Ende März bodennah zurück, sobald der Neuaustrieb erscheint; achte nur auf einen durchlässigen Standort, denn Staunässe schadet ihr.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
- Teilung
Das Sonnenauge lässt sich auf drei Wegen vermehren. Am einfachsten ist die Teilung des Wurzelstocks: Grabe die Staude alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr (nach dem Austrieb) oder im Herbst aus, teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Abschnitte – jedes Teilstück braucht eigene Wurzeln und Triebe – und pflanze die Stücke gleich an den neuen Standort. Die Teilung verjüngt gleichzeitig die Pflanze und fördert die Blütenfreude. Für Stecklinge schneidest du im Frühjahr (etwa März bis Mai) Triebspitzen von rund 10 cm Länge mit zwei bis drei Blattpaaren, steckst sie in sandig-durchlässiges Substrat und hältst sie bei etwa 20 °C in einer gleichmäßig feuchten, leicht abgedeckten Umgebung; nach etwa vier bis sechs Wochen sind sie bewurzelt. Zur Aussaat sammelst du die Samenköpfe vom Spätsommer bis Herbst, wenn die Blütenköpfe trocken sind, lässt sie ein bis zwei Wochen nachtrocknen und säst die Samen im Frühjahr nach den letzten Frösten aus. Eine kalte Stratifizierung (etwa vier Wochen kühl bei rund 4 °C, zum Beispiel im Kühlschrank oder durch Wintersaat im Freien) verbessert die Keimung deutlich. Gekaufte Sorten können durch Aussaat vom Elterntyp abweichen; willst du eine bestimmte Sorte sortenecht erhalten, entscheide dich für Stecklinge oder Teilung.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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