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Rubus phoenicolasius

Japanische Weinbeere

Volksnamen: Rotborstige Himbeere, Weinhimbeere

Japanische Weinbeere

Beschreibung

Die Japanische Weinbeere fällt durch ihre rot beborsteten, klebrigen Triebe und glänzend orangerote Früchte auf, die wie kleine Himbeeren schmecken. Sie ist ein dekorativer Strauch, der sich gut an Zäunen oder Spalieren ranken lässt. In manchen Gegenden neigt sie zum Verwildern, gib ihr daher einen begrenzten Standort.

Pflegehinweise

Pflanze die Weinbeere an einen sonnigen bis halbschattigen Platz in humosen Boden und binde die langen Ruten am Spalier an. Sie trägt am zweijährigen Holz, schneide abgetragene Ruten nach der Ernte heraus. Halte den Wuchs durch Entfernen von Ausläufern im Zaum und ernte die süßen Beeren ab Juli.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Pflanz die Japanische Weinbeere in einen tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden — lehmig-sandig mit guter Wasserhaltekraft ist ideal, denn die oberflächennahen Wurzeln vertragen weder Trockenheit noch Staunässe. Der pH-Wert darf neutral bis leicht kalkhaltig sein (6,0–7,5); eine starke Versauerung wie bei Heidelbeeren ist nicht erwünscht. Mulche die Fläche rund um den Strauch, damit die Wurzeln im Sommer gleichmäßig feucht bleiben.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Arbeite im Frühjahr (März/April) reifen Kompost flach rund um den Strauch ein — das reicht der mäßig zehrenden Pflanze meist schon aus. Mit Stickstoff zurückhaltend sein: zu viel davon treibt nur Ruten statt Blüten und Früchte. Im Herbst hilft eine dünne Kompost-Mulchschicht, die Pflanze auf den Winter vorzubereiten.

Schnitt

MonateAug–Okt
SaisonSommer (nach der Ernte)
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide die abgetragenen Ruten direkt nach der Ernte (ab Spätsommer) bodennah heraus – sie haben getragen und sterben ab, das schafft Licht und Luft für die jungen Ruten. In rauen Lagen darfst du diesen Schnitt bis ins zeitige Frühjahr (Februar/März) aufschieben, weil die alten Ruten im Winter etwas Schutz geben.

Überwinterung

Die Japanische Weinbeere ist winterhart und bleibt im Freien — etablierte Pflanzen brauchen keinen Schutz. Schneide nach der Ernte die abgetragenen zweijährigen Ruten bodennah ab und lass die diesjährigen Triebe für die nächste Ernte stehen; frisch gepflanzte Exemplare im ersten Winter mit Laub oder Reisig an der Basis abdecken.

Vermehrung

Methoden

  • Absenker
  • Ausläufer
  • Stecklinge
  • Aussaat

Die einfachste und natürlichste Methode ist das Absenken (Tip-Layering): Die langen, bogigen Ruten der Japanischen Weinbeere berühren im Herbst oder Winter den Boden und bewurzeln sich dort von selbst. Du kannst diesen Vorgang aktiv unterstützen, indem du eine kräftige Triebspitze mit einem Drahtbügel am Boden fixierst und leicht mit Erde bedeckst. Bei Trockenheit in der Winterruhe prüfst du die Spitzen mit einem vorsichtigen Zug – sitzen sie fest, hast du eine bewurzelte Jungpflanze. Hebe sie mit dem Spaten aus, kürze den Stiel auf wenige Zentimeter und pflanze sie zunächst in einen Topf. Erst wenn aus der Basis neue Triebe austreiben, kommt die Pflanze ins Freiland.

Ebenso unkompliziert ist die Vermehrung über Wurzelausläufer/Ableger: Die Pflanze bildet rund um den Wurzelballen neue Triebe. Im Herbst oder zeitigen Frühjahr stichst du einen bewurzelten Ausläufer mit dem Spaten ab, trennst ihn von der Mutterpflanze und setzt ihn an seinen neuen Standort. Achte darauf, möglichst viele Feinwurzeln mitzunehmen, und halte den Boden nach dem Umsetzen gleichmäßig feucht.

Für Stecklinge schneidest du im Frühjahr bis Frühsommer gesunde Triebspitzen von etwa 10–15 cm Länge, entfernst die unteren Blätter und steckst die Stecklinge in feuchte, durchlässige Anzuchterde. Halte das Substrat gleichmäßig feucht – eine übergestülpte transparente Haube hält die Luftfeuchte hoch – und stelle die Töpfe an einen hellen Platz ohne direkte Mittagssonne. Nach etwa sechs bis acht Wochen zeigen erste neue Blätter den Verwurzelungserfolg an.

Aussaat ist möglich, aber weniger gebräuchlich: Die Samen sind Kaltkeimer. Stratifiziere reife Samen über mehrere Wochen feucht und kühl im Anzuchtsubstrat, säe sie anschließend im Frühjahr aus und drücke sie nur leicht an, ohne sie zu bedecken – sie keimen am Licht. Stelle die Aussaat hell und mäßig warm. Beachte, dass sich die Art über alle Wege sehr leicht selbst ausbreitet – kontrolliere daher regelmäßig, ob sich Jungpflanzen unerwünscht ansiedeln, und entferne sie früh.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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