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Rubus fruticosus

Brombeere

Volksnamen: Kratzbeere

Brombeere

Beschreibung

Die Brombeere liefert ab Hochsommer kiloweise dunkle, süße Beeren und wächst fast überall. Dornenlose Sorten wie ‚Navaho’ oder ‚Thornless Evergreen’ sind im Garten viel angenehmer zu ernten. An einem Spalier gezogen bleibt sie übersichtlich und gut durchlüftet.

Pflegehinweise

Pflanze sie im Frühjahr (April · KW 15) an einen sonnigen Platz mit Rankhilfe. Leite die jungen Ruten am Draht entlang und schneide abgetragene Ruten direkt nach der Ernte (September · KW 38) bodennah heraus. Mulche gut, dann bleibt der Boden feucht und du sparst dir das Jäten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkmeidend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Brombeeren mögen einen leicht sauren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — am liebsten mittelschweren, sandigen Lehm. Staunässe vermeidest du unbedingt; auf schweren, nassen Böden hilft eine Damm- oder Hügelpflanzung. Kalk meiden: über pH 7 droht Eisenmangel-Chlorose mit gelben Blättern.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun, Jul

Im zeitigen Frühjahr (März/April) vor dem Austrieb arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach in die Wurzelzone ein — das deckt den hohen Bedarf für den kräftigen Neuaustrieb. Zur Blüte und zum Fruchtansatz (Juni/Juli) gibst du eine zweite leichte Gabe reifen Kompost oder legst eine Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt auf. Ab August nicht mehr düngen, damit die Triebe ausreifen und frosthart werden.

Schnitt

MonateMär, Aug, Sep
SaisonSommer (nach der Ernte)
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide abgetragene Ruten direkt nach der Ernte (August–September) bodennah heraus und binde 4–6 kräftige Jungruten ans Spalier — die Brombeere trägt nur am zweijährigen Holz. Im zeitigen Frühjahr (KW 10–13) die Seitentriebe der angebundenen Ruten auf wenige Augen einkürzen.

Überwinterung

Etablierte Brombeeren im Freiland sind im DACH-Tiefland winterhart und brauchen keinen besonderen Schutz – schneide die abgetragenen Fruchtruten bodennah ab und binde die neuen Triebe locker ans Spalier. Junge Pflanzen oder Kübel deckst du am Wurzelbereich mit Laub ab; Kübel stellst du geschützt an eine Hauswand und ummantelst sie mit Vlies.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Ausläufer

Brombeeren lassen sich auf drei bewährten vegetativen Wegen vermehren – über Samen sind die Sorten nicht sortenecht und der Aufwand lohnt nicht, Veredelung ist bei Brombeeren unüblich.

Absenker (zuverlässigste Methode, besonders für rankende Sorten): Im Frühjahr bis Frühsommer biegst du einen langen, kräftigen einjährigen Trieb bogenförmig zum Boden. Drücke ihn etwa 30–50 cm unterhalb der Triebspitze in eine flache Mulde in lockere Erde, bedecke diese Stelle mit Erde und beschwere sie mit einem Stein oder Drahtbügel, damit der Trieb nicht zurückfedert. Die Triebspitze schaut dabei oben heraus. Bis zum Herbst bildet sich an der bedeckten Stelle ein eigenes Wurzelsystem; dann trennst du den Absenker mit dem Spaten von der Mutterpflanze ab und pflanzt ihn an den gewünschten Standort. Bei rankenden Sorten kannst du auch nur die Triebspitze in eine kleine Mulde drücken und mit Erde bedecken (Spitzenableger) – dort bildet die Pflanze besonders schnell Wurzeln, der junge Steckling wird im Frühjahr abgetrennt.

Stecklinge (besonders für aufrecht wachsende Sorten): Im Frühsommer schneidest du einjährige, gesunde Triebe ab und teilst sie in 5–10 cm lange Abschnitte mit je 2–3 Blattknoten. Das unterste Blattpaar entfernst du und steckst den Steckling in feuchte Anzuchterde. Überdecke den Topf mit einer durchsichtigen Haube oder Folie, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt. Nach etwa 3–4 Wochen treiben neue Blätter aus – ein Zeichen für erfolgreiche Bewurzelung. Die bewurzelten Stecklinge überwinterst du frostfrei und pflanzt sie im nächsten Frühjahr ins Freiland.

Wurzelausläufer (bei ausläufertreibenden Sorten): Viele Brombeersorten schieben unterirdische Wurzelausläufer, die an neuen Stellen austreiben. Diese Jungpflanzen stichst du mit einem möglichst langen Wurzelstück aus, sobald sie kräftig genug sind – am besten im Frühjahr oder Herbst außerhalb der größten Hitze. Sofort an den neuen Standort einpflanzen und gut angießen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 11 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

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