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Rubus idaeus

Himbeere

Volksnamen: Hindbeere

Himbeere

Beschreibung

Die Himbeere gehört in jeden Naschgarten und liefert je nach Sorte im Sommer oder bis in den Herbst. Sommerhimbeeren wie ‚Glen Ample’ tragen an zweijährigen Ruten, Herbsthimbeeren wie ‚Autumn Bliss’ an einjährigen. Letztere sind pflegeleichter, weil du sie einfach komplett zurückschneiden kannst.

Pflegehinweise

Pflanze sie im Herbst (Oktober · KW 43) an ein sonniges Spalier in humosen, gut durchlässigen Boden. Schneide bei Herbsthimbeeren im Winter (Februar · KW 7) alle Ruten bodennah ab; bei Sommerhimbeeren entfernst du nur die abgetragenen. Mulche kräftig und gieße in trockenen Phasen, denn die flachen Wurzeln trocknen schnell aus.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, feucht, kalkmeidend

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Dein Boden sollte tiefgründig, locker und humusreich sein und gleichmäßig feucht bleiben — Himbeeren wurzeln flach und vertragen weder Staunässe noch Austrocknung. Meide kalkreiche Böden: über etwa pH 7 nimmt die Pflanze Eisen und Mangan kaum noch auf und es droht Chlorose; ein leicht saurer Boden (pH 5,5–6,5) ist ideal. Mulche die Reihen mit Rindenmulch oder Rasenschnitt, das hält die Feuchtigkeit und unterdrückt Unkraut.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Sep, Okt

Arbeite im Frühjahr vor dem Austrieb (März/April) reifen Kompost flach um die Ruten ein und streue ergänzend Hornspäne oberflächlich auf — so wird der Stickstoff langsam über die Saison frei. Nach der Ernte (September/Oktober) gibst du eine zweite organische Gabe Kompost, damit die Ruten Kraft für das nächste Jahr aufbauen. Dünge im Spätsommer nicht mehr stark stickstoffbetont, sonst reifen die Ruten schlecht aus und frieren im Winter zurück.

Überwinterung

Deine Himbeere ist voll winterhart und braucht im Beet keinen Frostschutz; entscheidend ist der sortenrichtige Rückschnitt — Sommerhimbeeren: abgetragene zweijährige Ruten nach der Ernte bodennah herausschneiden, junge Ruten stehen lassen; Herbsthimbeeren: alle Ruten im Spätwinter bodennah zurückschneiden. Nur Kübelhimbeeren brauchen Standortschutz an einer geschützten Hauswand mit Vlies-Ummantelung, damit die Wurzeln nicht durchfrieren.

Vermehrung

Methoden

  • Ausläufer
  • Stecklinge
  • Absenker

Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Vermehrung über Wurzelausläufer: Im frühen Herbst nach dem Laubfall oder alternativ im frühen Frühjahr suchst du kräftige, junge Ausläufer, die etwa 20–40 cm hoch und rund 50 cm von der Mutterpflanze entfernt wachsen. Grabe sie vorsichtig aus, trenne die unterirdische Verbindung zur Mutterpflanze mit einem scharfen Spaten und pflanze die Jungpflanzen sofort an ihrem neuen Standort ein. Herbstverpflanzung ist günstig, da die Pflanzen über Winter einwurzeln und kräftiger ins Frühjahr starten; im Frühjahr verpflanzte Ausläufer sticht du am besten, wenn sie etwa 15–20 cm hoch sind.

Für Stecklinge hast du zwei Wege: Grünstecklinge schneidest du im Frühsommer — etwa bleistift­lange Triebstücke mit ein bis zwei Blättern oben — und steckst sie aufrecht in Anzuchterde. Steckhölzer (verholzte Stecklinge) schneidest du hingegen im Herbst aus den abgeernteten Ruten; achte darauf, dass jedes etwa 15 cm lange Stück oben und unten mit einem Auge abschließt. Lagere die Bündel über Winter in feuchtem Substrat an einem kühlen, schattigen Ort und topfe sie spätestens im Frühjahr in Anzuchterde um, sobald sie feine Wurzeln gebildet haben. Für moderne Sorten, die kaum Ausläufer bilden, bieten sich zusätzlich Wurzelschnittlinge an: Grabe im Herbst oder Spätwinter Wurzelabschnitte aus, schneide sie in etwa 10 cm lange Stücke und lege sie flach in feuchte Anzuchterde.

Absenker funktionieren besonders gut bei schwarzen Himbeeren und Kreuzungen, sind aber auch bei roten Sorten möglich: Biege im Frühherbst eine lange, biegsame Jungrute bogenförmig zur Erde und vergrabe die Triebspitze etwa 5–10 cm tief in lockerer Erde; beschwere die Stelle bei Bedarf mit einem Stein. Wenn die Triebspitze ein eigenes Wurzelsystem gebildet hat, trennst du im folgenden Frühjahr die Verbindung zur Mutterpflanze und grabst die neue Pflanze mit etwa 15 cm der alten Rute aus.

Aussaat lohnt sich im Hausgarten nicht: Kultursorten wachsen nicht sortenecht aus Samen heran und die Keimung ist langwierig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 11 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

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