Tanacetum vulgare
Rainfarn
Volksnamen: Wurmkraut, Gelbe Knöpfe
Foto: Lienhard Schulz · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Rainfarn fällt im Spätsommer durch seine leuchtend gelben, knopfartigen Blütenstände auf. Im Garten wird er vor allem als Pflanzenstärkungsmittel geschätzt: Aus seinem Kraut lässt sich eine Jauche oder ein Sud gegen Blattläuse und Milben ansetzen. Die Pflanze enthält Thujon und ist nicht für den Verzehr geeignet.
Pflegehinweise
Setze Rainfarn an einen sonnigen Platz mit eher magerem Boden, er wuchert sonst stark über die Wurzelausläufer. Gieße nur in langen Trockenphasen. Schneide ihn im Spätherbst bodennah zurück. Ernte das Kraut für Jauche im Juli bis September. Grenze ihn mit einer Wurzelsperre ein, wenn du ihn im Beet halten willst.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, sandig, humos, durchlässig, feucht
Rainfarn mag humose, mäßig frische Böden, die gut durchlässig sind und keine Staunässe bilden — lehmig-sandige Mischböden sind ideal. Magere bis durchschnittlich nährstoffreiche Erde reicht völlig; auf zu fettem Boden treibt er stärker aus und breitet sich über Ausläufer aggressiv aus.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Im zeitigen Frühjahr genügt eine dünne Lage Kompost, flach um die Staude eingearbeitet — das reicht für die ganze Saison. Auf nährstoffreichem Gartenboden brauchst du gar nichts zu geben. Verzichte auf stickstoffbetonte Gaben, sonst läuft Rainfarn rasch aus und verliert an Aroma.
Überwinterung
Rainfarn ist eine heimische, sehr robuste Staude und übersteht den DACH-Tiefland-Winter ohne jeden Schutz. Lass die abgestorbenen Triebe über den Winter stehen — sie bieten Insekten Unterschlupf — und schneide sie erst im frühen Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurück.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
- Stecklinge
Rainfarn lässt sich am einfachsten durch Teilung vermehren: Stich im Frühjahr (März–April) oder Herbst einen kräftigen Wurzelstock mit dem Spaten aus, teile ihn in Abschnitte mit je mehreren Trieben und Wurzeln und pflanze die Stücke sofort an ihrem neuen Standort ein. Da Rainfarn durch unterirdische Rhizom-Ausläufer stark wuchert, fallen bei der regulären Eindämmung ohnehin genug Vermehrungsstücke an. Für die Aussaat säst du die feinen Samen im Herbst oder im zeitigen Frühjahr direkt ins Freiland; die Samen sind Lichtkeimer und sollten nur leicht angedrückt, nicht abgedeckt werden. Eine Kältephase über Winter (Herbstaussaat) kann die Keimung verbessern – Rainfarn versamt sich im DACH-Klima auch problemlos von selbst. Stecklinge gelingen von Mai bis Juni: Schneide 8–12 cm lange krautige Triebspitzen knapp unterhalb eines Blattknotens ab, entferne die unteren Blätter und stecke sie in feuchte Anzuchterde. Halte die Stecklinge gleichmäßig feucht und hell, aber nicht in praller Sonne – nach 3–4 Wochen sind sie bewurzelt und können ausgepflanzt werden. Wichtig: Rainfarn breitet sich rasch aus – begrenze den Standort von Anfang an mit einer mindestens 60 cm tiefen Rhizomsperre oder entferne verblühte Köpfe vor der Samenreife, damit er sich nicht unkontrolliert versamt.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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