Monarda didyma
Indianernessel
Volksnamen: Goldmelisse, Scharlach-Monarde, Bienenbalsam
Foto: Joe Schneid, Louisville, Kentucky · CC BY 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Indianernessel zeigt von Juli bis September ihre auffällig zerzausten, kronenförmigen Blütenquirle in Scharlachrot, Rosa oder Violett und zieht Schmetterlinge, Hummeln und Bienen magisch an. Ihr aromatisches, nach Bergamotte und Minze duftendes Laub wurde traditionell zu Tee aufgegossen. Sie wird etwa 80 bis 120 cm hoch und bringt kräftige Farbe in die sommerliche Staudenrabatte.
Pflegehinweise
Pflanze sie in nährstoffreichen, gleichmäßig frischen Boden in die Sonne oder den lichten Halbschatten und gieße bei Trockenheit großzügig, auf Trockenstress reagiert sie schnell mit Mehltau. Sorge für luftigen Stand und teile den Horst alle zwei bis drei Jahre, beides beugt Mehltau vor. Schneide sie nach der Blüte zurück; für Tee erntest du junge Blätter und Blüten im Hochsommer. Im Frühjahr räumst du das Vorjahreslaub bodennah ab.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, feucht, nährstoffreich, lehmig
Dein Boden sollte humusreich, gleichmäßig frisch bis feucht und gut durchlässig sein — Staunässe verträgt die Indianernessel nicht. Auf sandigem Boden arbeitest du reichlich Kompost ein, auf schwerem Lehm lockerst du mit Sand auf; ein leicht saurer bis neutraler pH (6,0–7,0) ist ideal.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Mai
Dünge im Frühjahr beim Austrieb (etwa Mitte April), indem du gut verrotteten Kompost flach einarbeitest — das reicht der Pflanze für die ganze Saison. Halte dich mit Stickstoff zurück: zu viel macht die Triebe weich, mehltauanfällig und blühfaul. Auf eine Herbstdüngung verzichtest du, damit das Gewebe rechtzeitig ausreift und winterhart bleibt.
Überwinterung
Die Indianernessel ist eine voll winterharte Staude und übersteht den DACH-Tieflandwinter ohne Schutz im Boden. Schneide die welken Triebe im Herbst bodennah zurück und entferne das Schnittmaterial im Frühjahr beim Neuaustrieb; nur frisch gepflanzte Jungpflanzen im ersten Winter mit etwas Laub oder Reisig abdecken.
Vermehrung
Methoden
- Teilung
- Stecklinge
- Aussaat
Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Teilung alle zwei bis drei Jahre: Hebe den Wurzelstock im frühen Frühjahr vor dem Austrieb aus und teile ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke – jedes Teilstück braucht eigene Wurzeln und mindestens einen Trieb. Eine Herbstteilung ist ebenfalls möglich, schütze die Jungpflanzen dann aber im ersten Winter mit einer Laubschicht.
Für Stecklinge schneidest du im Frühsommer (Mai bis Juni) halbholzige Triebe ohne Blüten oder Knospen, etwa 10–15 cm lang. Entferne die unteren Blätter und lass nur die oberen stehen. Stecke die Triebe in feuchtes Anzuchtsubstrat; die Bewurzelung verläuft recht zügig. So bleiben die Sorteneigenschaften erhalten.
Die Aussaat ist anspruchsvoller und ergibt keine sortenreinen Pflanzen. Monarda ist Lichtkeimer – säe die Samen ab Februar auf der Fensterbank oder direkt im April ins Freiland, aber bedecke sie kaum mit Erde. Halte das Substrat bei rund 15–20 °C gleichmäßig feucht; die Keimung dauert ein bis drei Wochen. Im Frühherbst sind die Jungpflanzen stark genug zum Auspflanzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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