Smallanthus sonchifolius
Yacon
Volksnamen: Inkawurzel, Erdapfel der Anden
Foto: CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Yacon stammt aus den Anden und bildet große, saftig-süße Speicherknollen, die roh angenehm knackig wie eine Birne schmecken. Die Pflanze wird mannshoch und liefert pro Stock einen erstaunlichen Ertrag, ist aber wie die Süßkartoffel frostempfindlich.
Pflegehinweise
Treibe die Vorjahres-Rhizome ab März im Haus an und setze die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai · KW 20 ins Beet. Gib ihr Platz, Sonne und gleichmäßig Wasser und rode die Knollen im Oktober oder November, sobald das Laub den ersten Frost bekommen hat, die Speicherknollen werden nach ein paar Tagen Lagerung deutlich süßer.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, sandig, humos, durchlässig
Yacon will einen tief gelockerten, humosen und gut durchlaessigen Boden — sandig-lehmige Mischungen sind ideal, schwere Boeden lockerst du vor der Pflanzung auf. Staunaesse vertraegt die Knolle gar nicht, sie fuehrt schnell zu Faeulnis, sorge also fuer guten Wasserabzug.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Apr–Jul
Arbeite im Fruehjahr vor dem Auspflanzen (nach den Eisheiligen, Mitte Mai) reifen Kompost flach in den Boden ein — das deckt den geringen Stickstoffbedarf meist schon vollstaendig. Mit Stickstoff bleibst du bewusst sparsam, denn zuviel davon foerdert nur das Laub und kostet dich Knollen. Im Sommer (Juni bis Juli) kannst du fuer die Knollenbildung mit verduennter Brennnesseljauche kaliumbetont nachversorgen.
Überwinterung
Yacon ist nicht winterhart: Grab nach dem ersten Frost den ganzen Wurzelstock aus, trenn die essbaren Speicherknollen ab und bette die Rhizomkrone mit ihren Knospen in leicht feuchten (nicht nassen) Sand. Lager sie dunkel, kühl und frostfrei bei etwa 4-10 °C im Keller und befeuchte den Sand gelegentlich; ab Februar/März teilst du die austreibende Krone und pflanzt sie nach den Eisheiligen wieder aus.
Vermehrung
Methoden
- Teilung
- Stecklinge
Yacon wird im Hobbygarten fast ausschließlich über die Rhizom-Krone (Brutknospen/Augen) vermehrt – das ist die lila-bräunliche, knollenartige Basis direkt über den essbaren Speicherknollen. Die Speicherknollen selbst eignen sich nicht zur Vermehrung.
Rhizom-Teilung (Hauptmethode): Nach der Ernte im Herbst trennst du die Rhizom-Krone vorsichtig von den Speicherknollen. Lagere die Krone am besten als Ganzes (nicht aufschneiden) bis zum Frühjahr kühl bei etwa 4–5 °C in leicht feuchtem, eher trockenem Sand oder Erde – nie unter null Grad und nie nass, sonst droht Fäulnis. Ab Februar/März teilst du die Krone mit einem scharfen, sauberen Messer in Stücke, die jeweils mindestens zwei kräftige Augen (Knospen) tragen. Die Stücke pflanzt du wenige Zentimeter tief in kleine Töpfe (Schnittfläche unten, Augen oben) und ziehst sie hell und warm (etwa 18–20 °C) auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vor. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) kommen die Jungpflanzen ins Freiland, mit 80–100 cm Abstand in alle Richtungen. Aus einer Krone gewinnst du oft 20 oder mehr Teilstücke.
Stecklinge (Alternativmethode): Du kannst auch Triebstecklinge bewurzeln. Schneide vor der Blütenbildung Triebstücke mit drei Knoten ab und stecke sie so, dass der unterste Knoten unter der Substratoberfläche liegt – in feuchtes Anzuchtsubstrat oder reinen Sand. Mit Folie abdecken und täglich lüften. Die Bewurzelung dauert etwa 4–5 Wochen; in reinem Sand klappt sie am schnellsten. Auch einzelne Augenstecklinge funktionieren und sparen Pflanzenmaterial.
Aussaat: Kommt im DACH-Hausgarten praktisch nicht vor. Yacon ist selbststeril – du brauchst mindestens zwei verschiedene Klone und meist Handbestäubung, und die Keimrate liegt nur bei rund 10–12 %. Für Hobbygärtner ist Aussaat daher keine verlässliche Methode; greife zur Rhizom-Teilung.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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