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Cynara cardunculus

Cardy

Volksnamen: Kardone, Gemüsedistel, Spanische Artischocke

Cardy

Beschreibung

Cardy ist die nahe Verwandte der Artischocke, bei der du nicht die Blütenknospe, sondern die fleischigen Blattstiele und Mittelrippen erntest. Gebleicht und gegart erinnern sie an eine Mischung aus Artischocke und Schwarzwurzel. Die imposante, distelartige Staude wird gut zwei Meter hoch und ist auch eine architektonische Zierpflanze.

Pflegehinweise

Säe ab März vor oder direkt ins Beet nach den Eisheiligen an einen sonnigen, nährstoffreichen Platz. Gieße in Trockenphasen großzügig. Bündele und umwickle die Blattstiele etwa vier Wochen vor der Ernte im Herbst, um sie zu bleichen, das macht sie zart und mild; ernte vor dem ersten starken Frost.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
FruchtfolgeKorbblütler
WasserbedarfMittel

Cardy braucht tiefgründigen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden — lehmig-humos ist ideal, und du solltest mindestens 40–50 cm tief lockern, weil sie ein tiefes Wurzelsystem bildet. Vermeide Staunässe und verbessere schwere Erde vor dem Pflanzen mit reifem Kompost, bei Verdichtung zusätzlich mit etwas Sand.

Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Jun

Im frühen Frühjahr (März/April) arbeitest du reifen Kompost und Hornspäne flach ein, damit die Pflanze beim Neuaustrieb versorgt ist. Zur Hauptwachstumsphase im Mai/Juni hilft eine Mulchschicht aus Kompost oder gelegentliches Gießen mit verdünnter Brennnesseljauche, um die kräftige Blattmasse zu tragen; ab Juli gibst du keine stickstoffbetonten Gaben mehr, damit sie vor dem Herbst ausreift.

Überwinterung

Binde im Herbst vor dem ersten Frost die langen Blätter locker zusammen und decke den Boden rund um die Pflanze mit Laub, Stroh oder Reisig ab; bei strengem Frost zusätzlich ein Vlies, aber luftig, damit nichts fault. Wähle einen windgeschützten, sonnigen Standort mit gut drainierendem Boden — Winternässe ist gefährlicher als die Kälte — und nimm den Schutz im Frühjahr erst ab, wenn keine starken Nachtfröste mehr drohen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung
  • Kindel

Cardy Kardone laesst sich auf drei Wegen vermehren. Aussaat als haeufigste Methode. Starte die Vorkultur ab Februar bis Maerz auf der Fensterbank oder im Gewaechshaus bei etwa 20 bis 22 Grad. Lege die Samen etwa 1 bis 2 cm tief in feuchte Anzuchterde. Ein Quellen in lauwarmem Wasser fuer 24 Stunden beschleunigt die Keimung. Die Keimung dauert in der Regel 10 bis 14 Tage. Nach dem Keimen genuegen den Saemlingen 15 bis 18 Grad an einem hellen, nicht vollsonnigen Platz. Sobald die Jungpflanzen fuenf echte Blaetter haben und etwa 30 cm gross sind, gewoehnst du sie langsam ans Freiland und pflanzt sie nach den Eisheiligen Mitte Mai mit grosszuegigem Abstand von mindestens 100 mal 75 cm aus. Teilung fuer mehrjaehrige Bestaende. Im fruehen Fruehjahr, wenn die Pflanze wieder austreibt, kannst du etablierte Horste alle 4 bis 5 Jahre teilen. Beachte, dass Cardy eine kraeftige Pfahlwurzel bildet. Grabe die Mutterpflanze grosszuegig und tief aus, trenne mit einem scharfen, sauberen Messer kraeftige basale Triebe ab und sorge dafuer, dass jeder Teil ausreichend Wurzelwerk mitbekommt. Kuerze das Laub etwas ein, um die Verdunstung zu senken. Die Tochterpflanzen setzt du sofort an ihren neuen Standort und haeltst sie gut feucht, bis sie eingewurzelt sind. Tochterrosetten oder Seitentriebe als Offsets. Ausgewachsene Kardonen bilden am Fuss der Mutterpflanze basale Seitenrosetten. Diese trennst du im Fruehjahr mit etwas Wurzelwerk ab, ohne den ganzen Horst ausgraben zu muessen, und pflanzt sie direkt an den endgueltigen Standort. Das ist der schnellste Weg, wenn bereits eine kraeftige Mutterpflanze vorhanden ist. Alle drei Methoden eignen sich fuer den DACH-Hausgarten. Cardy ist frostempfindlich. Ins Freiland erst nach den letzten Nachtfroesten, also Eisheilige circa Mitte Mai.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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