Tragopogon porrifolius
Haferwurzel
Volksnamen: Austernpflanze, Weiße Schwarzwurzel
Foto: Stefan.lefnaer · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Die Haferwurzel ist eine alte Kulturpflanze mit hellen, fleischigen Wurzeln, deren Geschmack manche an Austern erinnert. Sie ist eng mit der Schwarzwurzel verwandt, aber milder und etwas einfacher in der Küche, weil die Schale nicht so stark abfärbt.
Pflegehinweise
Säe im April und Mai an Ort und Stelle in tiefgründige, lockere Erde, denn die Pfahlwurzel verträgt kein Verpflanzen. Halte das Beet bis zum Auflaufen feucht und unkrautfrei und ernte ab Oktober nach Bedarf, die Wurzeln bleiben den ganzen Winter über frosthart im Boden.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib der Haferwurzel einen tief gelockerten, steinfreien Boden – sandig bis humos-lehmig und gut durchlässig. Nur so wachsen die Pfahlwurzeln gerade und unverzweigt; halte den Boden gleichmäßig feucht, vermeide aber Staunässe, sonst werden die Wurzeln zäh und holzig.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär, Okt, Nov
Bereite das Beet am besten schon im Herbst des Vorjahres vor und arbeite reifen Kompost flach ein – keinen frischen Mist, sonst verzweigen sich die Wurzeln. Auf magerem Boden kannst du im Frühjahr vor der Aussaat zusätzlich etwas Hornspäne flach einarbeiten; während des Wachstums brauchst du in der Regel nicht weiter zu düngen.
Überwinterung
Die Wurzeln bleiben über den Winter im Boden — kein Ausgraben nötig, und nach dem ersten Frost schmecken sie süßer. Eine Schicht Stroh übers Beet hält den Boden frei und macht die Ernte bis in den Februar leichter; lässt du einzelne Pflanzen stehen, blühen sie im zweiten Jahr und liefern Saatgut.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Haferwurzel vermehrst du ausschließlich über Samen – das ist die einzige praktikable Methode für diese zweijährige Pfahlwurzelpflanze. Säe direkt ins Freiland, sobald der Boden bearbeitbar ist, idealerweise von Mitte März bis Ende April. Wähle einen sonnigen Standort mit tiefgründig gelockertem, sandig-humosem, durchlässigem Boden, damit die Pfahlwurzel gerade wächst und sich nicht verzweigt. Lege die Samen etwa 2–3 cm tief und halte Reihenabstand von rund 30–40 cm; in der Reihe später auf etwa 15 cm vereinzeln. Entscheidend: Halte den Boden bis zur Keimung und im jungen Sämlingsstadium gleichmäßig feucht – trocknet er in dieser Phase aus, geht die Aussaat oft schlecht auf. Die Keimung dauert je nach Bodentemperatur etwa eineinhalb bis drei Wochen. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur eine Blattrosette und die erntereife Pfahlwurzel (Ernte ab Oktober bis in den Winter). Willst du eigenes Saatgut gewinnen, lässt du einzelne Pflanzen im Boden überwintern: Im zweiten Jahr treibt die Haferwurzel hoch (bis etwa 120 cm), blüht im Juni/Juli violett und bildet reife Samen, die du ab Spätsommer sammelst, sobald die fedrigen Pappus-Schirme sich öffnen. Lagere das Saatgut kühl und trocken; frisches Saatgut keimt am zuverlässigsten, die Keimfähigkeit lässt nach wenigen Jahren deutlich nach.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.
