Achillea millefolium
Gemeine Schafgarbe
Volksnamen: Wiesen-Schafgarbe, Tausendblatt
Foto: O. Pichard · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Schafgarbe trägt fein gefiederte Blätter und flache weiße Blütendolden, die von Juni bis September unzählige Nützlinge anlocken. Im Garten gilt sie als Bodenverbesserer und Heilkraut zugleich, ein robustes Tausendsassa für magere, sonnige Plätze.
Pflegehinweise
Säe sie als Lichtkeimer ab April flach aus oder pflanze sie an einen vollsonnigen, durchlässigen Standort. Sie übersteht Trockenheit mühelos und braucht keine Düngung, zu viel des Guten lässt sie sogar umkippen. Schneide nach der ersten Blüte zurück, dann blüht sie im Spätsommer ein zweites Mal.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager, trocken
Die Schafgarbe ist außergewöhnlich bodentolerant und wächst auf sandig-lehmigen wie mittelschweren Böden, solange das Wasser gut abzieht — Staunässe ist der einzige echte Ausschlussgrund. Gib ihr einen durchlässigen, eher mageren Standort: Auf zu fetten, stickstoffreichen Böden wächst sie weich und kippt leicht um.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär
Im Frühjahr reicht eine dünne Lage reifer Kompost rund um die Pflanze für die ganze Saison — auf normalen Gartenböden kannst du selbst das oft weglassen. Nur wenn sie auf sehr ausgehagertem Boden schwächelt, harke etwas Hornspäne flach ein. Spare mit Stickstoff: zu viel davon fördert lagernde Triebe statt aufrechter Blütenähren.
Überwinterung
Die Gemeine Schafgarbe ist vollkommen winterhart und braucht im DACH-Tiefland keinen Winterschutz. Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen — sie bieten Insekten Unterschlupf — und schneide die alten Triebe erst kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr bodennah zurück; sorge für durchlässigen Boden, denn Staunässe schadet ihr mehr als Frost.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
- Stecklinge
Teilung (einfachste Methode): Grabe etablierte Pflanzen alle 3-4 Jahre im Fruehjahr (Maerz/April) oder Herbst (September/Oktober) aus und teile den Wurzelstock mit einem scharfen Spaten in mehrere Abschnitte. Jedes Teilstueck braucht eigene Triebe und Wurzeln. Setze die Teilstuecke gleich wieder ein und waessere gut an. So bleibt die Sorte erhalten und die Pflanze verjuengt sich.
Aussaat: Schafgarbe ist ein Lichtkeimer - streue die Samen von April bis Juni direkt ins Beet und druecke sie nur leicht an, ohne sie mit Erde zu bedecken. Fuer einen frueheren Start kannst du ab Maerz in Anzuchtschalen auf der Fensterbank vorziehen; nach den Eisheiligen (Mitte Mai) die Jungpflanzen ins Freiland setzen. Keimung nach 14-21 Tagen bei etwa 18-21 Grad. Artreines Wildkraut kommt zuverlaessig sortenecht aus Samen; benannte Ziersorten koennen abweichen.
Stecklinge (sortenechte Ziersorten): Schneide im Mai/Anfang Juni nicht-bluehende Triebspitzen von 5-8 cm Laenge, entferne die unteren Blaetter und stecke sie in feuchte Anzuchterde. Halte die Erde gleichmaessig feucht und stelle die Toepfe hell, aber nicht in pralle Sonne. Nach einigen Wochen sind die Stecklinge bewurzelt und koennen ins Beet gesetzt werden.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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