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Rubus fruticosus × idaeus

Taybeere

Volksnamen: Tayberry

Taybeere

Beschreibung

Die Taybeere ist eine Kreuzung aus Brombeere und Himbeere mit langen, weinroten Früchten und einem aromatisch-süßsäuerlichen Geschmack. Sie wächst rankend und braucht ein Spalier oder Gerüst zum Anbinden. Die fast dornenlosen Auslesen machen die reiche Ernte besonders angenehm.

Pflegehinweise

Pflanze die Taybeere im Herbst (Oktober · KW 43) an einen sonnigen, geschützten Platz und binde die langen Ruten an ein Spalier. Sie trägt am zweijährigen Holz, schneide nach der Ernte die abgetragenen Ruten heraus und leite die jungen für nächstes Jahr an. Mulche gut und gieße in der Fruchtphase ab Juli regelmäßig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Gib der Taybeere einen tiefgründigen, humusreichen und durchlässigen Boden mit gleichmäßiger Feuchte — sie verträgt weder Staunässe noch längere Trockenheit, achte also auf Drainage und meide schwere, verdichtete Böden. Sie mag es leicht sauer bis neutral (etwa pH 5,5–6,8) und ist anders als die Heidelbeere nicht ausgesprochen kalkmeidend, kommt mit etwas Kalk im Boden also klar.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Aug

Im Frühjahr zum Austrieb reifen Kompost flach um die Pflanze einarbeiten — das deckt den moderaten Grundbedarf; halte dich mit Stickstoff zurück, sonst treibt sie viel Holz auf Kosten der Früchte. Nach der Ernte im Spätsommer eine weitere Kompostgabe als Mulchschicht auflegen. Im Spätherbst nicht mehr stickstoffbetont düngen, das verzögert die Triebausreife und mindert die Frosthärte.

Schnitt

MonateFeb, Mär, Jul, Aug
SaisonSommer (nach der Ernte)
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide die abgetragenen Ruten direkt nach der Ernte (Juli/August) bodennah heraus und binde die jungen Ruten an — die Taybeere trägt nur an zweijährigem Holz. Im Frühjahr (Februar/März, frostfrei) belässt du 5–6 kräftige Ruten, kürzt sie auf ~2 m und schneidest die Seitentriebe auf zwei Augen.

Überwinterung

Schneide im Spätherbst die abgetragenen, alten Ruten bodennah ab. Die jungen diesjährigen Ruten löst du vom Spalier, biegst sie vorsichtig nach unten und deckst sie flach am Boden mit Laub, Reisig oder Stroh ab — in milden Lagen reicht es, sie am Spalier zu lassen und mit Vlies zu umwickeln. Im zeitigen Frühjahr nimmst du die Abdeckung ab, bindest die Ruten wieder hoch und schneidest erfrorene Triebspitzen weg.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker

Die Taybeere ist eine Hybride aus Brombeere und Himbeere und lässt sich nur vegetativ sortenecht vermehren — Aussaat scheidet aus, weil die Nachkommen nicht sortentreu wären. Ausläufer bildet sie nicht, das hält den Wuchs übersichtlich.

Triebspitzenabsenker (bevorzugte Methode, sehr zuverlässig): Im Spätsommer (August/September) biegst du einen kräftigen, diesjährigen Trieb bogenförmig zur Erde. Entferne an der Kontaktstelle die Blätter, vergräbst die Triebspitze etwa 5 bis 10 cm tief in lockere, feuchte Erde und fixierst sie mit einem Drahtbügel oder einem Stein. Über Herbst und Winter bildet die Spitze eigene Wurzeln. Ab dem Frühjahr (März/April) prüfst du, ob sie schon kräftig austreibt. Erst dann trennst du den Absenker mit einem scharfen Schnitt von der Mutterpflanze und pflanzt ihn an den endgültigen Standort um.

Hartholzstecklinge (im Spätsommer bis Winter, geringere Erfolgsquote als Absenker): Schneide etwa 20 bis 25 cm lange, verholzte Triebabschnitte aus dem diesjährigen Wuchs. Entferne die Blätter und stecke die Stecklinge so tief in lockere, humose Erde, dass nur noch 2 bis 3 cm herausschauen. Lass sie geschützt, aber frostfrei überwintern. Bis zum nächsten Frühjahr haben die meisten Stecklinge Wurzeln gebildet.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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