Helichrysum italicum
Currykraut
Volksnamen: Italienische Strohblume, Currystrauch
Foto: (c) 2005 Zubro · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Das Currykraut duftet an warmen Tagen intensiv nach Curry und schmückt das Beet mit silbrig-grauem Laub und gelben Blütendolden. Sein Aroma würzt Eintöpfe und Reisgerichte dezent, die Zweige werden mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt.
Pflegehinweise
Setze das Currykraut vollsonnig in mageren, sehr durchlässigen Boden und gieße nur in langen Trockenphasen, denn Staunässe verträgt es nicht. Schneide den Halbstrauch im Frühjahr kräftig zurück, damit er kompakt bleibt. In rauen Lagen brauchen die Pflanzen einen Winterschutz aus Reisig.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, durchlässig, trocken, mager
Currykraut will magere, sandige und sehr gut durchlässige Erde — Staunässe und schwerer, nasser Lehm sind sein häufigster Todesgrund. In lehmigen Boden mischst du reichlich Sand ein. Es ist pH-tolerant von neutral bis leicht kalkreich; saure, dauernasse Böden meidest du. Im Topf nimmst du ein sandiges Kräutersubstrat mit hohem Drainage-Anteil aus grobem Sand oder Perlite.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Als mediterranes Magerstandort-Gewächs braucht Currykraut kaum Nährstoffe — zu viel davon schwächt das Aroma und macht die Pflanze frostempfindlicher. Bei überwinterten Exemplaren arbeitest du im Frühjahr eine dünne Lage gut verrotteten Kompost flach um die Pflanze ein, das genügt für die Saison. Im Hochsommer kannst du bei nachlassendem Wachstum im Topf einmalig etwas Hornspäne geben. Im Herbst und Winter düngst du grundsätzlich nicht.
Überwinterung
Currykraut ist nur bedingt winterhart: Gib ihm einen sonnigen, geschützten Standort mit gut durchlässigem Boden und decke es vor dem Frost mit Reisig, Laub oder Vlies ab – schneide es im Herbst nicht kahl zurück, der alte Trieb schützt das Herz der Pflanze. Im Kübel holst du es besser hell und kühl (um 5–10 °C) ins Winterquartier und gießt dort nur sparsam, bis es im Frühjahr wieder austreibt.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
Currykraut lässt sich am zuverlässigsten über Stecklinge vermehren, weil du so sortenechte Pflanzen erhältst und schneller Ergebnisse siehst. Schneide im Sommer (Juni bis August) halbverholzte Triebe von etwa 8–10 cm Länge ab, entferne die unteren Blätter und stecke die Stecklinge in durchlässiges, sandiges Substrat. Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht – nicht nass, sonst faulen die Wurzeln – und stelle den Topf an einen warmen, hellen Ort ohne pralle Mittagssonne. Nach etwa vier Wochen sind die Stecklinge bewurzelt. Da Currykraut in DACH-Wintern je nach Lage ausfallen kann, lohnt es sich, jeden Herbst einige Stecklinge zu bewurzeln und frostfrei, aber hell zu überwintern.
Für die Aussaat säst du ab Mitte Februar auf einem hellen Fensterbrett vor. Currykraut ist Lichtkeimer: Samen nur leicht andrücken, nicht mit Erde abdecken, und gleichmäßig warm sowie hell halten. Die Keimung dauert etwa zwei Wochen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kannst du die Jungpflanzen ins Beet oder in den Kübel setzen. Die Aussaat dauert länger als die Stecklingsvermehrung, eignet sich aber gut, wenn du viele Pflanzen auf einmal ziehen möchtest.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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