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Santolina viridis

Olivenkraut

Volksnamen: Grünes Heiligenkraut, Grünes Santolina

Olivenkraut

Beschreibung

Das Olivenkraut ist ein immergrüner, polsterbildender Halbstrauch, dessen fein gefiederte Blätter beim Zerreiben verblüffend nach Oliven duften, mit einer Note von Käse und Kräutern. Frisch gehackt würzt es Fisch, Salate und Ofengemüse. Im Sommer erscheinen gelbe Knopfblüten, die Bienen anlocken. Es liebt Trockenheit und magere Böden und ist in geschützten Lagen erstaunlich winterhart.

Pflegehinweise

Säe oder pflanze das Olivenkraut ab Mai (KW 19) an einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, kalkhaltigem und eher magerem Boden, Staunässe verträgt es nicht. Gieße nur in langen Trockenphasen. Schneide es nach der Blüte (August · KW 33) kräftig zurück, damit es kompakt und buschig bleibt und nicht von unten verkahlt. In rauen Lagen schützt etwas Reisig im Winter.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

sandig, durchlässig, mager, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfNiedrig

Olivenkraut will einen sehr durchlässigen, sandig-kiesigen und mageren Boden mit wenig Nährstoffen. Schwerer Lehm oder torfige Erde taugen nicht — bei dichtem Boden mischst du reichlich Sand oder feinen Kies unter, damit Wasser abziehen kann; Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule. Kalkhaltige Böden verträgt die Pflanze besonders gut, saure Substrate meidest du.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Düng nur sparsam: im Frühjahr zum Austrieb arbeitest du eine dünne Lage reifen Kompost flach um die Pflanze ein, das genügt für das ganze Jahr. Mehr als eine Gabe schadet eher — zu viel Stickstoff treibt weiches Wachstum, schwächt Frosthärte und Aroma. In magerem Beetboden brauchst du oft gar nicht zu düngen.

Überwinterung

Olivenkraut ist nur bedingt winterhart — gefährlicher als Frost ist Winternässe, sorg also für sehr durchlässigen, sandigen Boden und einen sonnigen, geschützten Standort und deck den Wurzelbereich bei Dauerfrost mit Reisig oder Tannenzweigen ab. Im Kübel holst du die Pflanze hell und kühl frostfrei rein oder stellst sie an eine geschützte Südwand auf Holz oder Styropor; zurückgeschnitten wird erst im Frühjahr, sobald neuer Austrieb sichtbar ist.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Aussaat
  • Teilung
  • Absenker

Olivenkraut lässt sich am zuverlässigsten durch Stecklinge vermehren: Schneide im Frühjahr oder Frühsommer 15–20 cm lange, noch nicht voll verholzte Triebe ab und entferne die Blätter der unteren Hälfte. Stecke fünf Stecklinge gemeinsam in ein Gemisch aus Sand und magerer Erde, halte das Substrat gleichmäßig feucht (keine Staunässe) und stelle den Topf hell und warm (etwa 20–22 °C). Da Olivenkraut eher langsam wurzelt, gib den Stecklingen ruhig zwei bis drei Wochen Zeit; sobald sich Wurzeln gebildet haben, setzt du jeden Steckling in einen eigenen Topf um und gewöhnst ihn schrittweise ans Freie.

Für die Aussaat weichst du die Samen einen Tag in lauwarmem Wasser ein und drückst sie dann von Februar bis April nur leicht auf feuchtes, sandig-mageres Substrat – Olivenkraut ist Lichtkeimer und darf nicht mit Erde bedeckt werden. Es ist zugleich Kaltkeimer: Stelle die Schale zunächst ein bis zwei Wochen kühl (etwa 4–7 °C), bevor du sie hell und bei rund 20 °C zum Keimen aufstellst. Jungpflanzen kommen ab Mitte Mai ins Freie.

Im Frühjahr kannst du kräftige, ältere Exemplare ausgraben und den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer teilen; jedes Teilstück sollte mindestens einen gut entwickelten Trieb mit eigenen Wurzeln haben. Eine Teilung lohnt sich allerdings nur selten, da die Pflanze viele Jahre am selben Standort stehen kann.

Absenker eignen sich besonders gut, weil Olivenkraut von Natur aus liegende Triebe bildet, die sich dort, wo sie den Boden berühren, von selbst bewurzeln. Beschwere einen langen Seitentrieb mit etwas Erde oder einem Stein, sobald er die Bodenoberfläche berührt. Wenn der neue Trieb etwa 10 cm hoch ist und eigenständige Wurzeln gebildet hat, trennst du ihn von der Mutterpflanze ab und pflanzt ihn um.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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