Tagetes patula var. nana
Nematoden-Tagetes
Volksnamen: Studentenblume, Sammetblume, Niedrige Tagetes
Foto: COD Newsroom · CC BY 2.0 · Quelle
Beschreibung
Die Nematoden-Tagetes ist mehr als nur eine fröhliche Sommerblume: Ihre Wurzeln scheiden Stoffe aus, die wandernde Wurzelnematoden im Boden gezielt zurückdrängen. Als dicht gesäte Gründüngung sanieren die niedrigen Sorten befallene Beete über eine ganze Saison. Nebenbei locken die orangeroten Blüten unermüdlich Schwebfliegen und Bienen an.
Pflegehinweise
Säe die Tagetes ab Mitte Mai (KW 20) nach den Eisheiligen flächig und dicht ins Freiland, oder ziehe sie ab April auf der Fensterbank vor. Halte den Boden gleichmäßig feucht und lasse den Bestand bis in den Herbst stehen, nur eine geschlossene, monatelange Tagetes-Decke entfaltet die volle Wirkung gegen Nematoden. Arbeite das Kraut nach dem ersten Frost ein.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich
Gib der Tagetes einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden in voller Sonne — Staunässe meidest du, weil die Wurzeln dort leicht faulen. Stark saure Böden unter pH 5,5 sind ungeeignet (bronzige Blattflecken durch Mangan-/Eisenüberschuss); leicht alkalische Böden verträgt sie dagegen gut.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Apr–Mai
Arbeite im Frühjahr vor Aussaat oder Pflanzung gut verrotteten Kompost flach in die obere Bodenschicht ein — das reicht als Grundversorgung meist aus. In mageren Böden kannst du zusätzlich etwas Hornspäne einarbeiten, die den Stickstoff langsam abgeben. Dünge maßvoll: zu viel Stickstoff treibt die Blätter auf Kosten der Blüten. Eine Nachdüngung ist in gut vorbereiteten, humosen Böden meist nicht nötig.
Überwinterung
Die Studentenblume ist einjährig und stirbt mit dem ersten Frost ab — überwintern kannst du sie nicht. Willst du nächstes Jahr eigene Pflanzen, schneide im Herbst ein paar verblühte, braune Köpfe ab, lass die Samen vollständig nachtrocknen und bewahre sie trocken, dunkel und kühl bis zur Neuaussaat ab Februar/März auf.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Tagetes patula var. nana vermehrst du ausschließlich über Aussaat — sie ist eine einjährige Sommerblume und bildet weder Ausläufer noch Tochterpflanzen, die du teilen könntest. Für eine Vorkultur säst du ab Februar bis Mitte März auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus: Samen dünn auf feuchte Anzuchterde streuen und nur hauchdünn mit Erde bedecken oder leicht andrücken, denn Tagetes ist Lichtkeimer und keimt nicht unter einer dicken Erdschicht. Bei 18–20 °C keimt das Saatgut nach etwa ein bis drei Wochen. Halte das Substrat gleichmäßig feucht und stelle die Schale hell. Sobald die Jungpflanzen gut handhabbar sind, pikierst du sie einzeln in Töpfe und stellst sie hell und eher kühl, damit sie nicht vergeilen (zu lange, weiche Triebe). Nach den Eisheiligen — frühestens Mitte Mai — pflanzt du sie ins Beet oder in den Topf, denn Tagetes ist nicht frosthart. Vorher ein paar Tage abhärten. Alternativ gelingt auch eine Direktsaat ins Freiland ab Ende April bis Mai an einem sonnigen Standort. Die Bezeichnung „Nematoden-Tagetes" bezieht sich auf die nematizide Wirkung der Wurzeln gegen pflanzenparasitäre Nematoden — diese Eigenschaft steckt in der Art selbst, du erhältst sie also über gekauftes Nematoden-Saatgut zuverlässig. Selbst gesammelte Samen kannst du grundsätzlich aussäen, gerade bei gehandelten Sorten- oder F1-Mischungen fallen die Nachkommen aber oft nicht sortenecht aus und können anders aussehen als die Mutterpflanze.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel PaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChiliPeperoni und 7 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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