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Tropaeolum majus

Kapuzinerkresse

Volksnamen: Große Kapuzinerkresse, Indische Kresse

Kapuzinerkresse

Beschreibung

Die Kapuzinerkresse verbindet Zier und Nutzen: Ihre leuchtend orangeroten Blüten schmecken pfeffrig-scharf wie Kresse, und die jungen Knospen lassen sich als falsche Kapern einlegen. Als Rankpflanze begrünt sie Zäune und lockt Blattläuse von Nachbarbeeten weg.

Pflegehinweise

Lege die großen Samen ab Mai direkt ins Beet an einen sonnigen Platz mit eher magerem Boden, denn zu viel Stickstoff bringt nur Blätter statt Blüten. Gieße gleichmäßig und ernte Blätter, Blüten und Knospen laufend bis zum ersten Frost. An kletternden Sorten hilft eine Rankhilfe.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.1–7.88.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Kapuzinerkresse will mageren, gut durchlässigen Boden — je nährstoffärmer, desto mehr Blüten statt Blattmasse. Lockere schwere, lehmige Böden mit etwas Sand auf und vermeide unbedingt Staunässe; direkte Aussaat in normalen Gartenboden ohne Kompost-Anreicherung reicht völlig.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Apr–Mai

Im Freiland brauchst du in der Regel gar nicht zu düngen — zu viel Stickstoff fördert Blätter auf Kosten der Blüten. Nur im nährstoffarmen Kübel kannst du im Frühjahr zur Aussaat etwas reifen Kompost flach einarbeiten. Zeigen sich auf sehr magerem Boden gelbe Blätter, hilft eine zurückhaltende organische Gabe im Frühjahr.

Überwinterung

Kapuzinerkresse ist nicht winterhart und stirbt im DACH-Tiefland beim ersten Frost ab — halte sie einjährig: sammle im Herbst reife Samen, lagere sie trocken und säe ab Mitte April neu aus. Eine Kübelpflanze kannst du stattdessen überwintern, indem du sie vor dem ersten Nachtfrost zurückschneidest, an einen hellen, frostfreien Platz ins Haus stellst und über Winter nur sparsam gießt.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Absenker

Aussaat (Hauptmethode): Kapuzinerkresse ist ein Dunkelkeimer — bedecke die Samen beim Aussäen mit einer Erdschicht von etwa doppelter Korngröße (ca. 1–2 cm). Die Samen sind hart und groß; weiche sie vor der Aussaat einige Stunden (etwa 4–8 Stunden) in lauwarmem Wasser ein, das verkürzt die Keimzeit spürbar und macht die Keimung zuverlässiger. Ab Mitte/Ende April kannst du direkt ins Freiland säen, sobald keine Nachtfröste mehr drohen; eine Vorkultur auf der Fensterbank ist ab Ende März/Mitte April möglich und bringt frühere Blüte. Bei etwa 18–25 °C zeigen sich die ersten Keimblätter nach 7–14 Tagen. Wenn du vorziehst, pikiere behutsam und setze die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen aus. Kapuzinerkresse sät sich an warmem Standort auch selbst aus — reife Samen fallen ab und keimen im Folgejahr. Stecklinge (Sortentreue-Alternative): Wenn du eine bestimmte Sorte oder Farbe sortentreu erhalten willst, schneide während der Wachstumsperiode etwa 10–15 cm lange, nicht verholzte Triebspitzen ab und stecke sie in feuchte, nährstoffarme Anzuchterde. Halte die Erde gleichmäßig feucht ohne Staunässe und stelle den Topf warm. Oft bilden sich schon in der ersten Woche neue Wurzeln. Da Kapuzinerkresse frostempfindlich ist und in Mitteleuropa einjährig kultiviert wird, sind Stecklinge vor allem dann sinnvoll, wenn du eine Lieblingspflanze vor dem ersten Frost überwintern oder vermehren möchtest. Absenker (für Sorten ohne keimfähige Samen): Du kannst im Sommer einen äußeren Trieb in eine flache Rille im Boden (oder einen daneben gestellten, mit Erde gefüllten Topf) legen, mit Erde bedecken und mit einem Stein oder einer Drahtklammer fixieren — die Triebspitze schaut am Ende heraus. Die Mutterpflanze versorgt den Absenker weiter, während er bewurzelt. Sobald der neue Trieb sichtbar wächst, ist er ausreichend bewurzelt und du kannst die Verbindung trennen. Diese Methode lohnt besonders bei besonderen Sorten, die keine keimfähigen Samen bilden.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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Wo du diese Pflanze bekommst

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