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Cichorium endivia

Endivie

Volksnamen: Endiviensalat, Winterendivie

Endivie

Beschreibung

Die Endivie ist ein typischer Herbst- und Wintersalat mit gezähnten oder krausen Blättern und einem angenehm herben Geschmack. Während Frühlings- und Sommersalate längst durch sind, liefert sie noch bis weit in den November knackiges, leicht bitteres Grün, roh oder kurz geschmort.

Pflegehinweise

Säe sie ab Juni für die Herbsternte und halte den Boden gleichmäßig feucht. Wenn du die herbe Note mildern willst, binde die Köpfe ein bis zwei Wochen vor der Ernte locker zusammen oder decke sie ab, so bleicht das Herz aus und wird zarter und milder. Sie verträgt leichte Fröste; bei strengerem Frost mit Vlies schützen oder vorher ernten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKorbblütler
WasserbedarfMittel

Endivie mag einen tiefgründig gelockerten, humusreichen und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe — sonst droht Wurzelfäule. Ideal ist mittelschwere, humose Gartenerde; sehr sandige oder schwere, verdichtete Böden meidest du besser.

Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Apr–Jun

Arbeite reifen Kompost im Herbst oder Frühjahr flach ins Beet ein; kurz vor dem Auspflanzen kannst du zusätzlich etwas Hornspäne oberflächlich einharken. Frischen Mist meidest du — er fördert Fäulnis. Gib Stickstoff nur zurückhaltend: zu viel macht die Blätter bitter, verkürzt die Haltbarkeit und begünstigt Kranzfäule (Calcium-bezogene Blattrandfäule).

Überwinterung

Endivie ist einjähriges Gemüse und wird nicht überwintert: Ernte die Köpfe ab, bevor dauerhafter Frost kommt — leichte Kälte verträgt sie, glattblättrige Sorten halten länger durch als krause. Drohen Dauerfröste, decke das Beet mit Vlies ab und lüfte an sonnigen Tagen gegen Fäulnis, oder stich die Pflanzen aus und schlage sie mit den Wurzeln in feuchtem Sand kühl und frostfrei im Keller ein; im Folgejahr neu aussäen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Endivien werden ausschließlich per Aussaat vermehrt. Du hast zwei Hauptfenster: Für eine Frühsommerernte säst du ab März bis April in Töpfe auf der Fensterbank vor (Keimtemperatur 16–20 °C) und pflanzt die Jungpflanzen nach 3–4 Wochen im Abstand von rund 30 cm ins Beet. Bewährter ist die Herbst- und Winterernte: Dafür säst du ab Mitte Juni bis Ende Juli direkt ins Freiland – am besten erst nach dem 21. Juni. Der Grund ist vor allem die Temperatur: Bekommt eine zu früh gesäte Endivie längere kühle Phasen unter etwa 16 °C ab, löst dieser Kältereiz unumkehrbar die Blütenbildung aus (das gefürchtete „Schossen"), und du erntest Blütenstängel statt Blattrosetten. Auch sehr lange Tage über 14 Stunden begünstigen das Schossen, wirken aber schwächer als die Kälte – nach der Sommersonnenwende werden die Tage wieder kürzer, was die Pflanze beruhigt. Die Samen legst du etwa 0,5–1 cm tief in Reihen mit rund 30 cm Abstand und vereinzelst später auf 30 cm in der Reihe. Halte die Erde bis zur Keimung gleichmäßig feucht; sie keimt nach etwa 1–2 Wochen. Temperaturen über 28 °C hemmen die Keimung – suche dir bei Hitze einen halbschattigen Platz oder schattiere die Saatreihe ab. Greifst du zu schossfesten Sorten, sinkt das Risiko zusätzlich.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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