Fragaria vesca
Walderdbeere
Volksnamen: Wald-Erdbeere, Erdbeere wild
Foto: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Die Walderdbeere ist die heimische Wildform unserer Gartenerdbeere mit winzigen, aber unglaublich aromatischen Früchten. Sie wächst auch im Halbschatten und eignet sich als hübscher, essbarer Bodendecker unter Sträuchern. Über ihre Ausläufer breitet sie sich von selbst zu einem dichten Teppich aus.
Pflegehinweise
Säe die Walderdbeere im Frühjahr (März · KW 12) als Lichtkeimer oder pflanze Setzlinge an einen halbschattigen Platz in humosen, durchlässigen Boden. Halte den Boden gleichmäßig feucht und mulche mit Laub. Lass die Ausläufer wurzeln, wenn du einen Teppich möchtest, und ernte die kleinen Früchte ab Juni direkt zum Naschen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, sandig, feucht
Gib der Walderdbeere einen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden — sandig-lehmig mit gleichmäßiger Frischfeuchte ist ideal, Staunässe und schwere, verdichtete Tonböden vermeidest du besser. Sie ist beim pH-Wert anspruchslos und kommt von leicht sauer bis kalkhaltig-leicht alkalisch gut zurecht; eine Mulchschicht aus Laub oder Grasschnitt hält den Boden frisch.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär, Apr, Sep
Im frühen Frühjahr (März/April) arbeitest du eine dünne Schicht reifen Kompost flach um die Pflanzen ein — das reicht als Grundversorgung meist aus. Nach der Ernte im Früherbst (September) kannst du erneut etwas Kompost flach unterhacken, damit die Pflanze für das nächste Jahr Kraft sammelt. Walderdbeeren sind genügsam; zu viel Stickstoff fördert üppiges Blattwerk auf Kosten der Früchte.
Überwinterung
Die Walderdbeere ist voll winterhart und übersteht den DACH-Winter im Beet ohne Schutz — entferne im Herbst nur kranke oder abgestorbene Blätter, ein Rückschnitt ist nicht nötig. Im Kübel kühlen die Wurzeln stärker aus: Stell den Topf geschützt an eine Hauswand und packe ihn mit Vlies oder Jute ein.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Ausläufer
- Teilung
Die Walderdbeere lässt sich auf drei Wegen zuverlässig vermehren:
Aussaat (Samen): Walderdbeeren sind Lichtkeimer — die winzigen Samen einfach auf feuchte Anzuchterde auflegen und nicht mit Erde bedecken. Am besten säst du von Februar bis März auf der Fensterbank bei etwa 18–20 °C vor oder direkt im August ins Freiland (Kaltkeimer-Variante, die Samen überwintern dann natürlich). Eine kühl-feuchte Vorbehandlung der Samen über einige Wochen kann die Keimung verbessern. Die Keimdauer beträgt bei Raumtemperatur zwei bis vier Wochen. Halte die Aussaat dabei gleichmäßig feucht, am einfachsten mit einer Sprühflasche. Sobald die Sämlinge vier Blättchen haben und etwa 5 cm groß sind, pikierst du sie und pflanzt sie ab Mitte Mai ins Beet. Samenecht: Die Wildform und nicht-hybride Sorten geben sich aus Samen sortenecht weiter.
Ausläufer: Die Wildform bildet im Sommer lange, kriechende Ausläufer, an deren Enden sich neue Rosetten bewurzeln. Du steckst die noch an der Mutterpflanze hängenden Rosetten einfach auf einen kleinen Topf mit Erde, befestigst den Ausläufer mit einer Drahtklammer und trennst die Jungpflanze ab, sobald sie nach etwa vier bis sechs Wochen eigenständig Wurzeln gebildet hat. Vorteil: sortenechte Pflanze, sofort entwickelt. Achtung: Viele Kultur- und Monatserdbeer-Sorten ('Rügen', 'Alexandria') bilden kaum oder keine Ausläufer und sind daher besser per Samen oder Teilung zu vermehren.
Teilung: Im Frühjahr (März/April) oder Herbst (September/Oktober) hebst du ältere Horste aus und teilst sie mit einem sauberen Spaten in mehrere Teilstücke, jedes mit mindestens ein bis zwei kräftigen Trieben und Wurzeln. Die Teilpflanzen setzt du sofort auf den endgültigen Platz und wässerst sie gut an. Teilung empfiehlt sich ohnehin alle drei bis vier Jahre, da alte Horste an Vitalität verlieren.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote Zwiebel und 10 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lieber nicht
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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