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Allium ampeloprasum var. ampeloprasum

Elefantenknoblauch

Volksnamen: Riesenknoblauch, Ackerknoblauch

Elefantenknoblauch

Beschreibung

Elefantenknoblauch bildet faustgroße Knollen mit nur wenigen, riesigen Zehen, botanisch ist er näher mit dem Porree verwandt als mit echtem Knoblauch. Sein Aroma ist mild und nussig, ideal zum Rösten im Ganzen. Eine dankbare Pflanze, die selbst Anfängern große Ernten beschert.

Pflegehinweise

Stecke die einzelnen Zehen im September oder Oktober rund 8 cm tief in lockeren, nährstoffreichen Boden an einen sonnigen Platz. Über den Winter wurzelt er ein und treibt im Frühjahr kräftig durch. Brich die Blütenstängel im Juni aus, damit die Kraft in die Knolle geht, und ernte, sobald das Laub im Hochsommer einzieht.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, sandig, durchlässig, humos, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
FruchtfolgeLauchgewächse
WasserbedarfMittel

Gib dem Elefantenknoblauch einen tiefgründig gelockerten, durchlässigen Boden – sandiger Lehm oder lehmiger Sand mit viel Humus ist ideal, damit keine Staunässe entsteht. Schwere, verdichtete oder dauernasse Böden vermeidest du besser, sie fördern Fäule und hemmen die Knollenbildung.

Lauchgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) mittelzehrend — 4 Jahre Pause beugt Zwiebelfäule und Lauchmotte vor; gute Nachbarn für Möhren.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär, Apr, Sep, Okt

Arbeite zur Herbstpflanzung (September/Oktober) gut verrotteten Kompost flach in den Boden ein, damit die Pflanze beim Anwurzeln versorgt ist. Im zeitigen Frühjahr (März/April), wenn der Austrieb beginnt, gibst du noch einmal Kompost oder Hornspäne oberflächlich dazu, um den höheren Nährstoffbedarf der Wachstumsphase zu decken. Frischen Mist direkt zum Pflanzen meidest du.

Überwinterung

Pflanze Elefantenknoblauch im Herbst, dann überwintert die Knolle im Boden und treibt im Frühjahr neu aus; lege auf leichten oder windexponierten Böden eine schützende Schicht aus Laub, Stroh oder Reisig auf, damit der Boden nicht ganz durchfriert. Knoblauch im Topf stellst du frostfrei oder isolierst das Gefäß rundum, weil die Wurzelzone im Kübel viel schneller durchfriert als im gewachsenen Erdreich.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Teilung

Elefantenknoblauch vermehrst du ausschließlich vegetativ — entweder über die großen Zehen der Mutterknolle oder über die kleinen Brutzwiebeln (Corms), die außen an der reifen Knolle sitzen. Aus Samen lässt er sich nicht ziehen: Die Blüten sind meist unfruchtbar und bilden kaum keimfähige Samen.

Vermehrung über Zehen (Teilung): Teile die geerntete Knolle in einzelne Zehen und stecke diese am besten im Herbst (Oktober/November) mit der Spitze nach oben, etwa 10 cm tief, in sonnigen, tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Halte rund 20 cm Abstand zwischen den Zehen. Die Herbstpflanzung ist der Frühjahrspflanzung überlegen, weil die Zehen vor dem Frost noch wurzeln und die nötige Kältephase durchlaufen — nur so teilt sich die Knolle im Folgejahr zuverlässig auf. Bei Frühjahrspflanzung (ab März) bekommst du eher kleinere, ungeteilte Rundlinge. Geerntet wird, wenn das Laub welk wird (Mitte Juni bis Juli).

Brutzwiebeln (Corms): Die kleinen, hartschaligen Brutzwiebeln außen an der reifen Knolle pflanzt du ebenfalls im Herbst — gleiche Tiefe, gleicher Abstand. Im ersten Jahr bilden sie einen Rundling (einzelne feste Knolle ohne Zehenteilung), im zweiten Jahr erst eine vollständige mehrzehige Knolle. Plane also zwei Vegetationsperioden ein. Die Brutzwiebeln sind eine gute Methode, um deinen Bestand kostengünstig zu vergrößern, ohne Pflanzgut zu kaufen.

Winterschutz: Decke beide Varianten bei Kahlfrost mit Stroh, Laub oder Reisig ab — besonders in rauen Lagen, damit der Boden nicht vollständig durchfriert.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ApfelHimbeereBirneKletterroseAroniaBrombeere und 52 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel Dicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohneInkarnatklee und 28 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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