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Allium cepa 'Red'

Rote Zwiebel

Volksnamen: Rote Speisezwiebel, Salatzwiebel

Rote Zwiebel

Beschreibung

Die rote Zwiebel ist milder und süßer als die gelbe Küchenzwiebel und macht jeden Salat farbig. Ihr violettes Schalenkleid kommt von Anthocyanen, die sich bei Sonne kräftig ausfärben. In der Mischkultur mit Möhre ist sie ein klassisches Duo gegen die jeweilige Fliege.

Pflegehinweise

Stecke die Steckzwiebeln ab März bis April so, dass die Spitze knapp herausschaut, an einen sonnigen, durchlässigen Platz. Halte das Beet unkrautfrei und gieße eher sparsam. Stelle das Gießen ein, sobald das Laub im August umknickt und vergilbt, dann reift die Zwiebel zur lagerfähigen Ernte.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.28.0

Bodenart

lehmig, sandig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeLauchgewächse
WasserbedarfMittel

Zwiebeln brauchen lockeren, feinkrümeligen, gut durchlässigen Boden – sandig-lehmig und humos, aber ohne Staunässe, sonst faulen sie. Schweren Tonboden vor dem Anbau auflockern; auf frischen Mist verzichten, weil er Zwiebelfliege fördert und die Lagerfähigkeit verschlechtert.

Lauchgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) mittelzehrend — 4 Jahre Pause beugt Zwiebelfäule und Lauchmotte vor; gute Nachbarn für Möhren.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Bereite das Beet im Frühjahr (März/April) vor und arbeite reifen Kompost flach in den Boden ein – das deckt den eher mäßigen Nährstoffbedarf der Zwiebel. Dünge nach dem Austrieb nicht mit Stickstoff nach: zu viel Stickstoff treibt das Laub auf Kosten der Zwiebel und macht die Ernte schlechter lagerfähig.

Überwinterung

Die Rote Zwiebel ziehst du als einjährige Sommerkultur: Steckzwiebeln im März/April setzen, ab Juli/August ernten, sobald das Laub umknickt und vergilbt. Es gibt nichts zu überwintern — die geernteten Zwiebeln lagerst du trocken, kühl, dunkel und luftig (z. B. im Netz), und im nächsten Frühjahr steckst du neue Zwiebeln; willst du schon ab Juni ernten, kannst du stattdessen winterharte Wintersteckzwiebeln im September/Oktober stecken, die im Boden überwintern.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Kindel

Die Rote Zwiebel vermehrst du auf zwei praktikablen Wegen: per Aussaat aus Samen oder über Steckzwiebeln (kleine vorgezogene Zwiebeln, die du im Folgejahr wieder steckst).

Aussaat (Samen): Ziehe die Zwiebeln ab Februar innen auf der Fensterbank oder im unbeheizten Gewächshaus vor – rund 18–22 °C sind ideal, das Saatgut braucht Licht und keimt langsam (etwa 1–3 Wochen, in kalter Erde länger). Säe die Samen 1–2 cm tief in Anzuchterde und halte sie gleichmäßig feucht. Ab Ende Februar bis März kannst du auch direkt ins Freiland säen, sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist. Reihenabstand 20–25 cm, später auf 5–10 cm in der Reihe vereinzeln. Diese Methode ist günstig und bietet die größte Sortenvielfalt; aus Samen gezogene Zwiebeln werden meist gut lagerfähig.

Steckzwiebeln (Offsets): Steckzwiebeln sind keine echten Brutzwiebeln, sondern kleine erstjährige Zwiebeln, die durch besonders dichte Aussaat im Vorjahr entstehen. Willst du sie selbst ziehen, säst du Samen sehr dicht (breitwürfig), lässt die kleinen Zwiebeln gut ausreifen und trocknest sie an einem luftigen, warmen Ort. Lagere sie über den Winter kühl und trocken. Im März/April – sobald der Boden frostfrei und ausreichend warm ist – steckst du sie mit der Spitze nach oben so tief, dass der Spross gerade noch herausschaut, etwa 10–15 cm Abstand in der Reihe und 25 cm zwischen den Reihen. Steckzwiebeln treiben schneller aus als Saatgut und werden früher erntereif, sind also ausfallsicherer. Hinweis: Eine normale Speisezwiebel bildet im Gegensatz zur Etagenzwiebel oder Schalotte keine natürlichen Tochter-/Brutzwiebeln am Zwiebelbauch – die kleinste taugliche Zwiebel der eigenen Ernte kannst du aber als Steckzwiebel zurückbehalten und im nächsten Jahr wieder einpflanzen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ApfelHimbeereBirneKletterroseAroniaBrombeere und 52 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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