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Artemisia absinthium

Wermut

Volksnamen: Echter Wermut, Wermutkraut, Absinth

Wermut

Beschreibung

Wermut ist ein silbergraues, stark bitter duftendes Kraut, das traditionell zu Magenbitter und Tee verarbeitet wird. Seine ätherischen Öle halten viele Schädlinge fern, weshalb er gern als Randpflanzung gesetzt wird. Achtung: Sein Wurzeldruck und die Bitterstoffe können Nachbarpflanzen hemmen.

Pflegehinweise

Pflanze Wermut an einen vollsonnigen Platz mit magerem, trockenem Boden und genügend Abstand zu empfindlichen Kulturen wie Erbsen. Gieße nur sparsam, der Halbstrauch übersteht Trockenheit mühelos. Ernte die Blätter und blühenden Triebspitzen im Juli und August. Schneide ihn im Frühjahr kräftig zurück, damit er kompakt bleibt.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, trocken, mager, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Wermut will durchlaessigen, eher mageren Boden — am besten sandig-lehmig mit etwas Kalk und vollsonnig. Schwere Boeden mit Sand auflockern und Staunaesse unbedingt vermeiden, sonst faulen die Wurzeln; auf zu fettem Boden waechst er locker, kippt leicht um und verliert sein Aroma.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Fruehjahr eine duenne Lage reifen Kompost rund um die Pflanze verteilen und flach einarbeiten — mehr braucht Wermut in der Regel nicht. Verzichte auf stickstoffbetontes Material, das foerdert weichen, kippeligen Wuchs und schwaecht das typische Bitteraroma.

Überwinterung

Wermut ist im DACH-Tiefland voll winterhart und braucht keinen Frostschutz — wichtig ist nur ein Standort mit guter Drainage, denn Winternässe schadet ihm mehr als Kälte. Die alten Triebe lässt du über Winter stehen (sie schützen den Horst von selbst) und schneidest sie erst im zeitigen Frühjahr auf etwa eine Handbreit zurück, das regt frischen Austrieb an.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Wermut lässt sich auf drei Wegen gut vermehren. Aussaat ab März in Saatschalen oder ab April direkt: Die feinen Samen einfach auf die Oberfläche streuen und nicht mit Erde bedecken – sie sind Lichtkeimer. Eine dünne Schicht Quarzsand verhindert, dass die Samen beim Gießen wegschwimmen und lässt trotzdem ausreichend Licht durch. Keimdauer ein bis drei Wochen bei 18–22 °C. Beachte: Aus Samen gezogene Pflanzen können vom Mutterexemplar abweichen – wenn du eine bestimmte Form erhalten willst, nimm besser Stecklinge oder Teilung. Stecklinge schneidest du am besten im Frühsommer, wenn die Triebspitzen noch krautig-weich bis leicht angereift sind: Etwa 10 cm lange Sprossspitzen abschneiden, untere Blätter entfernen und in sandiges, feuchtes Substrat stecken. Decke die Stecklinge mit einer transparenten Haube ab, damit die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt – so verlieren die Triebe bis zur Bewurzelung nicht zu viel Wasser. Sobald neue Blätter erscheinen, haben sie Wurzeln gebildet. Teilung empfiehlt sich alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr oder Herbst: Den Wurzelballen mit dem Spaten in mehrere Stücke teilen, jede Teilung mit ausreichend Wurzeln und Trieben versehen und direkt wieder einpflanzen. Den überalterten, oft verkahlten Mittelteil kannst du dabei verwerfen. Die Teilung verjüngt überalterte Pflanzen, die sonst von innen heraus absterben können.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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