Borago officinalis
Borretsch
Volksnamen: Gurkenkraut, Kukumerkraut
Foto: Jengod · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Borretsch schmeckt frisch nach Gurke und seine leuchtend blauen Sternblüten sind eine essbare Zierde für Salate und Bowlen. Im Garten ist er ein wahrer Bienenmagnet und sät sich an einem zusagenden Standort gern selbst wieder aus.
Pflegehinweise
Säe Borretsch ab April direkt ins Beet an einen sonnigen bis halbschattigen Platz und gieße ihn an heißen Tagen gut, denn er ist durstig. Ernte junge Blätter und die Blüten laufend von Juni bis September. Lass einige Pflanzen aussamen, dann kommt er im nächsten Jahr von allein wieder.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich
Borretsch mag einen lockeren, durchlässigen und nährstoffreichen Boden — sandig-humos ist ideal. Schwere Böden lockerst du vor der Aussaat mit Sand auf; kalkhaltige Böden verträgt er gut, Staunässe meidet er.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Mär, Apr, Jun
Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden ein. Bei starkem Blattwachstum im Frühsommer kannst du mit verdünnter Brennnesseljauche nachhelfen. Halte die Stickstoffgabe maßvoll — zu üppig fördert Blattmasse auf Kosten von Blüten und Aroma.
Überwinterung
Borretsch ist einjährig und stirbt nach dem ersten Frost ab — an der Pflanze selbst gibt es nichts zu überwintern. Lass am Saisonende ein paar Blüten ausreifen: Die Samen fallen von allein, überdauern den Winter im Boden und keimen im Frühjahr zuverlässig nach.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Borretsch vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — vegetative Methoden sind für diese einjährige Art nicht sinnvoll. Säe die Samen ab Mitte April direkt ins Beet, sobald keine Nachtfröste mehr drohen, und bedecke sie gut mit Erde, denn Borretsch ist ein Dunkelkeimer und braucht die Dunkelheit zum Keimen — eine Saattiefe von etwa 1–2 cm reicht aus. Halte einen Pflanzabstand von 30–40 cm ein, weil die Pflanzen kräftig und breit werden. Eine Vorkultur auf der Fensterbank ab März ist möglich, aber Borretsch bildet eine tiefe Pfahlwurzel und verträgt das Umpflanzen schlecht — beim Vereinzeln verletzt du leicht die Wurzel. Direktsaat ins endgültige Beet ist deshalb deutlich zuverlässiger. Hat Borretsch einmal geblüht und Samen gebildet, sät er sich jedes Jahr kräftig selbst aus, sodass du nach der ersten Saison kaum noch aktiv tätig werden musst. Willst du die Selbstaussaat steuern, ernte die kleinen runden Nüsschen kurz vor der vollständigen Reife ab und lagere sie trocken, kühl und dunkel bis zur nächsten Saison — die Keimkraft lässt aber bereits im zweiten Lagerjahr deutlich nach, daher verwende am besten immer frisches Saatgut aus dem Vorjahr.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.
Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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