Solanum lycopersicum var. cerasiforme
Cocktailtomate
Volksnamen: Kirschtomate, Cherrytomate
Foto: Luc Viatour · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Cocktailtomate trägt unzählige kleine, besonders süße Früchte und ist die ideale Nasch- und Balkontomate. Sie ist robuster und ertragreicher als viele große Sorten und reift früher. Beliebte Sorten sind die goldgelbe ‚Sungold’ und die platzfeste ‚Resi’ für den Topf.
Pflegehinweise
Ziehe sie ab März auf der Fensterbank vor und pflanze sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an einen warmen, regengeschützten Platz. Gieße morgens an die Wurzel, nie über die Blätter, und brich bei Stabsorten die Geiztriebe aus. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und beugt Braunfäule vor; ernte die Früchte vollreif, dann schmecken sie am süßesten.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib der Cocktailtomate einen tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden — am besten sandigen Lehm; Staunässe verträgt sie nicht. Arbeite vor dem Pflanzen reifen Kompost flach ein und mulche danach, das hält die Feuchtigkeit und schützt vor Spritzwasser (wichtig gegen Kraut- und Braunfäule).
Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Paprika) starkzehrend und krankheitsanfällig — mindestens 4 Jahre Pause am selben Beet beugt Bodenmüdigkeit und Braunfäule vor.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite im zeitigen Frühjahr reifen Kompost flach in den Oberboden ein und gib kurz vor dem Auspflanzen im Mai eine zweite Kompostgabe dazu. Hornspäne bringst du in zwei Teilgaben aus — die erste beim Pflanzen, die zweite einige Wochen später oberflächlich eingeharkt. Ab dem Fruchtansatz im Hochsommer kannst du die Versorgung in der Ertragsphase zusätzlich mit Brennnesseljauche oder Schafwollpellets stützen.
Überwinterung
Cocktailtomaten sind nicht winterhart und sterben bei Frost ab — zieh sie am einfachsten einjährig und sät im Frühjahr neu aus. Willst du eine Pflanze retten, hol sie vor den ersten Nachtfrösten (unter 10 °C) ins Haus, schneide sie etwa zur Hälfte zurück und stell sie hell, kühl und frostfrei (rund 10–15 °C) auf; gieße nur sparsam und dünge nicht.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
Aussaat (Hauptmethode): Säe Cocktailtomate von Ende Februar bis Ende März drinnen vor. Verwende lockere, nährstoffarme Anzuchterde und halte 22–25 °C, bis die Samen nach 7–14 Tagen keimen. Nach der Keimung stellst du die Sämlinge hell und etwas kühler. Sobald sich das erste echte Blattpaar zeigt, pikierst du die Jungpflanzen in größere Einzeltöpfe – setze sie dabei ruhig tief, dann bilden sie am Stängel zusätzliche Wurzeln. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kannst du sie ins Freiland oder ins Gewächshaus setzen. Achte auf die Sorte: Nur aus samenfesten Sorten ziehst du sortenechte Pflanzen. Saatgut von F1-Hybriden spaltet in der Folgegeneration auf, die Tochterpflanzen weichen also vom Elterntyp ab.
Stecklinge aus Geiztrieben (Zusatzmethode): Beim Ausgeizen von Mai bis in den Sommer kannst du kräftige Seitentriebe ab 15–20 cm Länge als Stecklinge nutzen, statt sie wegzuwerfen. Entferne die unteren Blätter, schneide den Trieb unten schräg an und stelle ihn in ein Glas mit frischem Wasser an einen hellen, warmen Ort. Nach etwa zehn Tagen sind Wurzeln sichtbar; dann setzt du den Steckling tief in Anzuchterde, wo der vergrabene Stängel weitere Wurzeln bildet. Beachte: Stecklinge, die zu spät im Jahr entstehen, schaffen es im Freiland oft nicht mehr zur Vollreife der Früchte – früh im Sommer gestartete lohnen sich am meisten.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Spargelgewächse (Asparagaceae)
besonders bewährtSpargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.
Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lippenblütler (Lamiaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel LavendelThymianRosmarinSalbeiYsopBohnenkraut und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Raublattgewächse (Boraginaceae)
Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.
Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellPhaceliaEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-Vergissmeinnicht und eine weitere Art im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lieber nicht
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Korbblütler (Asteraceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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Sorten
6 Sorten‚Black Cherry‘
Eine dunkle Cocktailtomate, die ihre runden Früchte in eleganten Trauben trägt und beim Reifen ein tiefes Purpurbraun annimmt.
‚Goldita‘
Eine gelbe, samenfeste Buschtomate, die kompakt bleibt und sich deshalb besonders gut für Kübel, Balkon und Terrasse eignet.
‚Philovita‘
Eine moderne, robuste F1-Cocktailtomate, die vor allem wegen ihrer hohen Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule geschätzt wird.
‚Primabella‘
Eine samenfeste Freiland-Cocktailtomate aus biologischer Züchtung, die gezielt auf Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule selektiert wurde.
‚Sungold‘
Eine orangegelbe F1-Cocktailtomate, die für ihren außergewöhnlich fruchtigen Geschmack zu den beliebtesten Naschtomaten im Hausgarten zählt.
‚Zuckertraube‘
Eine samenfeste Liebhabersorte, die ihren Namen verdient: Die kleinen roten Früchte hängen in reich verzweigten…
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