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Lactuca sativa var. capitata 'Iceberg'

Eissalat

Volksnamen: Eisbergsalat, Krachsalat

Eissalat

Beschreibung

Der Eissalat bildet einen festen, kugeligen Kopf aus knackigen, hellgrünen Blättern und ist der Inbegriff von Frische und Biss. Er ist hitzetoleranter und länger lagerbar als der weiche Kopfsalat und behält im Kühlschrank tagelang seinen typischen Krach.

Pflegehinweise

Setze die Jungpflanzen in nährstoffreichen Boden und gieße reichlich und gleichmäßig, Eissalat braucht für feste Köpfe viel Wasser, besonders in der Kopfbildungsphase. Halte ausreichend Abstand, damit die Köpfe sich voll entwickeln können, und ernte sie, sobald sie sich fest anfühlen, bevor sie schießen. Eine Mulchschicht hält den Boden kühl und feucht.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKorbblütler
WasserbedarfHoch

Eissalat will einen tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden — lehmiger Sand oder sandiger Lehm mit lockerer Krümelstruktur ist ideal. Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe, und arbeite schwere Tonböden vor dem Pflanzen mit reifem Kompost auf; einen pH-Wert unter 6 solltest du meiden.

Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Mai, Aug, Sep

Arbeite zur Beetvorbereitung im Frühjahr reifen Kompost flach ein — das deckt den Grundbedarf der Frühjahrs- und Frühsommerkultur. Für die Herbstkultur vor dem Pflanzen im Spätsommer ebenso Kompost unterheben, auf mageren Böden ergänzend etwas Hornspäne für die langsame Stickstoff-Freisetzung. Während der Kopfbildung ist keine Nachdüngung nötig: zu viel Stickstoff macht die Köpfe locker und erhöht den Nitratgehalt.

Überwinterung

Eissalat ist einjährig und stirbt beim ersten starken Frost ab – überwintern musst du ihn nicht, säe im nächsten Frühjahr einfach neu aus. Einen späten Satz im Herbst kannst du mit Vlies oder im kalten Frühbeet vor leichten Frösten schützen, sonst pflanzt du nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Eissalat wird ausschließlich über Aussaat vermehrt. Du kannst ab Anfang Februar/Anfang März mit der Voranzucht auf der Fensterbank oder im Gewächshaus beginnen: Säe die Samen dünn in Anzuchtschalen, bedecke sie nur ganz leicht (Eissalat ist Lichtkeimer, maximal 0,5 cm Erde) und halte die Erde bei 10–16 °C gleichmäßig feucht. Bei dieser Temperatur keimen die Sämlinge in etwa 7–10 Tagen. Vereinzle sie, sobald sich das erste echte Blatt zeigt. Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr drohen, pflanzt du die Jungpflanzen mit 30–35 cm Abstand ins Freiland — setze den Wurzelballen dabei nicht zu tief, der Wurzelhals soll knapp über dem Boden bleiben, sonst fault die Pflanze. Alternativ ist eine Direktsaat ins Freiland ab Mitte April möglich: Ziehe Saatrillen im 30-cm-Abstand, säe dünn (0,5–1 cm tief) und vereinzle später auf 30–35 cm. Da Eissalat ab etwa 20 °C eine Keimhemmung zeigt, lohnt sich im Hochsommer ein schattiges, kühles Ankeimen drinnen. Für eine gestaffelte Ernte säst du alle 3–4 Wochen erneut aus. Eine vegetative Vermehrung (Teilung, Steckling, Ableger) ist nicht möglich — Eissalat ist einjährig und bildet nach dem Schossen Samen. Bei F1-Hybridsorten ist eine eigene Samengewinnung möglich, die Nachkommen fallen aber nicht sortenecht aus.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel KnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchelKümmelPastinake und 15 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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