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Foeniculum vulgare

Gewürzfenchel

Volksnamen: Bitterfenchel, Wilder Fenchel

Gewürzfenchel

Beschreibung

Der Gewürzfenchel wird nicht für die Knolle, sondern für seine anisartig duftenden Samen und das feine Laub angebaut. Die hohe, gelb blühende Staude liefert die Samen für Fencheltee und Brot und ist eine wertvolle Bienen- und Schwebfliegenweide.

Pflegehinweise

Setze Fenchel an einen sonnigen, warmen Platz mit tiefem, nährstoffreichem Boden, denn er wurzelt tief. Halte etwas Abstand zu Tomaten und Bohnen, mit denen er sich nicht verträgt. Ernte die Samendolden im August und September, sobald sie sich graubraun färben, und trockne sie luftig nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Gewürzfenchel mag einen tiefgründigen, humosen und gut durchlässigen Lehm- oder Lössboden, gern leicht kalkhaltig. Staunässe verträgt er nicht — schwere Böden lockerst du daher vor der Pflanzung gut auf und arbeitest reifen Kompost ein. Saure Böden unter pH 6 bremsen das Wachstum.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Apr

Als Starkzehrer braucht Gewürzfenchel ein gut versorgtes Beet. Arbeite im Frühjahr (März–April) reifen Kompost und Hornspäne flach ein. Bei der mehrjährigen, hochwachsenden Staude kannst du im Sommer noch einmal mit Kompost nachgeben, damit sie kräftig durchtreibt. Setze beim Stickstoff nicht zu viel an — zu üppige Gaben gehen auf Kosten von Aroma und ätherischem Öl.

Überwinterung

Etablierte Gartenpflanzen überwintern ohne Schutz — das oberirdische Grün stirbt im Herbst zurück, das ist normal, und im Frühjahr treibt sie wieder aus. Wichtig ist gut drainierter Boden, da Winternässe mehr schadet als Frost; junge oder im Kübel stehende Pflanzen deckst du mit Laub oder Reisig ab bzw. stellst sie geschützt und kühl auf.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Gewürzfenchel vermehrst du am zuverlässigsten über Samen. Für die Voranzucht säst du ab Anfang März auf der Fensterbank in Einzeltöpfe, da Fenchel eine empfindliche Pfahlwurzel bildet und Pikieren bzw. Verpflanzen schlecht verträgt – nimm am besten Anzuchttöpfe, die du später samt Wurzelballen ins Beet setzen kannst. Sobald die Eisheiligen vorbei sind (Mitte Mai), kannst du die Jungpflanzen ins Freiland setzen. Direktsaat ins Beet ist ab Mitte April möglich, sobald der Boden mindestens 10 °C warm ist – bis in den Juli hinein kannst du staffeln. Fenchel ist ein Dunkelkeimer: säe die Samen rund 0,5 bis 1 cm tief, bedecke sie mit Erde und halte sie gleichmäßig feucht. Bei rund 20 °C keimen sie nach etwa ein bis zwei Wochen. An einem sonnigen, windgeschützten Standort versamt sich Fenchel oft selbst und kehrt Jahr für Jahr wieder. Eigenes Saatgut gewinnst du, indem du die Dolden stehen lässt, bis sie vollständig braun sind, sie dann abschneidest, kopfüber im Bündel zum Nachtrocknen aufhängst und die Samen herausklopfst.

Die Teilung ist nur bei mehrjährig etablierten Pflanzen sinnvoll und gelingt am ehesten im zeitigen Frühjahr beim Austrieb oder im Herbst. Sie klappt vor allem in lockerem, sandigem Boden – in schwerem, lehmigem Boden zerbricht die lange Pfahlwurzel leicht. Grabe den Stock so großzügig aus, dass die Wurzel möglichst intakt bleibt, und trenne nur Teilstücke der Wurzelkrone mit eigenem Triebansatz und Wurzelanteil ab. Die Erfolgsquote ist deutlich geringer als bei der Aussaat; rechne damit, dass ein Teil der Teilstücke eingeht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel ErbseDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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