Carum carvi
Kümmel
Volksnamen: Wiesenkümmel, Echter Kümmel
Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Kümmel liefert die würzigen Samen für Brot, Kohlgerichte und Käse, und sein Aroma macht schwere Speisen bekömmlicher. Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht erst im zweiten Sommer, bevor die Samen reifen.
Pflegehinweise
Säe Kümmel im Frühjahr oder Spätsommer an einen sonnigen, eher trockenen Platz. Halte das Beet im ersten Jahr unkrautfrei und gedulde dich bis zum zweiten Sommer. Ernte die Samenstände im Juli oder August, sobald sie braun werden, und trockne sie kopfüber nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, nährstoffreich
Kümmel braucht einen tiefgründigen, lehmig-humosen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt — als Pfahlwurzler verträgt er weder Staunässe noch ausgesprochen trockene, magere Sandböden. Kalk verträgt er gut bis gerne; auf saurem Boden hilft eine Kalkgabe zur Aussaat.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär, Apr, Okt
Arbeite einige Wochen vor der Frühjahrs-Aussaat reifen Kompost oder gut verrotteten Mist flach in den Boden ein. Im zweiten Standjahr gibst du zum Blattaustrieb (März/April) erneut etwas Kompost oder Hornspäne. Dünge zurückhaltend — zu viel Stickstoff geht auf Kosten des Aromas.
Überwinterung
Kümmel ist zweijährig und übersteht den DACH-Winter als flache Blattrosette problemlos im Freiland ohne Schutz — die Kältephase ist sogar nötig, damit er im zweiten Jahr blüht und Samen bildet. Im Kübel stellst du ihn frostgeschützt, da Töpfe stärker durchfrieren als offenes Erdreich.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Kümmel ist zweijährig und wird ausschließlich durch Direktsaat im Freiland vermehrt — Verpflanzen verträgt er kaum, da er eine tiefe, unverzweigte Pfahlwurzel bildet. Säe die Samen ab April bis Mai direkt an den endgültigen Standort, oder alternativ im August bis September für eine frühere Ernte im Folgejahr. Kümmel ist ein Lichtkeimer: Streue die Samen in Reihen (etwa 30 cm Reihenabstand) oder breitwürfig aus, drücke sie nur flach an und bedecke sie höchstens dünn (rund 0,5 cm). Halte den Boden gleichmäßig feucht — bei etwa 15–20 °C keimen die Samen in 1–3 Wochen. Vereinzele die Sämlinge später auf rund 20 cm Abstand. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur eine Blattrosette und Wurzeln; der Kältereiz des Winters löst dann im zweiten Jahr Blüte und Samenbildung aus. Wähle einen sonnigen, windgeschützten Platz mit tiefgründigem, durchlässigem, nicht zu schwerem Boden. Samen aus dem Handel (ungekeimt, nicht geröstet) eignen sich ebenfalls zur Aussaat.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Korbblütler (Asteraceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.
Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
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