Matricaria chamomilla
Echte Kamille
Volksnamen: Feldkamille, Kamille
Foto: Rob Hille · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Echte Kamille erkennst du am hohlen Blütenboden und ihrem unverwechselbar süßlichen Duft, sie ist das klassische Kraut für einen beruhigenden Tee. Als einjährige Selbstaussäerin kehrt sie Jahr für Jahr von allein in dein Beet zurück.
Pflegehinweise
Säe sie ab März als Lichtkeimer direkt ins Beet und drücke das Saatgut nur leicht an, ohne es mit Erde zu bedecken. Sie kommt an sonnigem, eher magerem Standort am besten zurecht und braucht kaum Wasser. Ernte die Blütenköpfe an einem trockenen Vormittag, wenn die weißen Zungenblüten waagerecht stehen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager
Echte Kamille mag lockere, gut durchlässige Böden ohne Staunässe — am wohlsten fühlt sie sich auf nährstoffarmen bis mäßig versorgten, lehmig-sandigen Standorten, dort blüht sie reich und bildet viele ätherische Öle. Saure Böden unter pH 6,5 meidest du besser, denn als Heil- und Teepflanze reichert Kamille im Sauren leichter Schwermetalle in den Blüten an; schwere, nasse Tonböden sind ungeeignet.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Auf einem normal versorgten Gartenboden braucht die Kamille gar keine Düngung. Nur wenn dein Boden sehr ausgelaugt und humusarm ist, arbeitest du vor der Frühjahrsaussaat eine dünne Lage reifen Kompost flach ein. Halte dich mit stickstoffreichen Gaben zurück — zu viel Stickstoff treibt das Blattwerk auf Kosten der Blüten und senkt den Gehalt an wertvollen ätherischen Ölen.
Überwinterung
Echte Kamille ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab — du musst keine Pflanze einwintern. Lass am Saisonende ein paar Blütenstände ausreifen, dann sät sie sich selbst aus; Herbst-Keimlinge überwinterst du als Rosette unter einer lockeren Decke aus trockenem Laub oder Reisig und deckst im Frühjahr wieder ab.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Echte Kamille ist einjaehrig und laesst sich ausschliesslich ueber Samen vermehren. Stecklinge, Teilung oder Auslaeufer scheiden aus. Du hast zwei Aussaatfenster: Direktsaat im Herbst (Mitte August bis Ende September) bringt kraeftigere Pflanzen und eine ueppigere Ernte im Folgejahr, weil die Keimlinge den Winter als Blattrosette ueberstehen. Gib ihnen in rauen Lagen mit einer Mulchschicht aus Laub etwas Frostschutz. Alternativ saest du ab Ende Maerz im Haus vor und pflanzt die Jungpflanzen ab Mai ins Freiland. Beachte dabei, dass die empfindliche Pfahlwurzel das Verpflanzen erschwert, also setze frueh und vorsichtig um. Oder du saest ab April direkt ans endgueltige Beet, wo nicht mehr verpflanzt werden muss. Kamille ist ein Lichtkeimer: Samen nur fein ausstreuen und mit der flachen Hand andruecken, nicht mit Erde bedecken, und die ersten zwei Wochen gleichmaessig feucht halten. Laesst du einzelne Pflanzen aussamen, versamt sie sich selbst und taucht im naechsten Fruehjahr ohne weiteres Zutun wieder auf. Das ist der einfachste Weg, einen dauerhaften Bestand im Kraeuterbeet zu sichern.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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