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Mentha spicata var. crispa 'Marokko'

Marokkanische Minze

Volksnamen: Nana-Minze, Teeminze

Marokkanische Minze

Beschreibung

Die Marokkanische Minze ‚Marokko’ ist die klassische Sorte für süßen Pfefferminztee, mild, klar und süßlich im Aroma, ohne die scharfe Note der Pfefferminze. Sie wuchert über Ausläufer und füllt jedes Beet, das du ihr lässt.

Pflegehinweise

Setze sie am besten in einen Topf oder einen Wurzelsperren-Ring, sonst durchwandert sie das halbe Beet. Gieße regelmäßig, sie mag es feucht und halbschattig. Schneide ab Juni laufend frische Triebe und nimm sie vor der Blüte zurück, dann bleibt das Aroma am vollsten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, lehmig, feucht, nährstoffreich, durchlässig

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfHoch

Marokkanische Minze mag humosen, lockeren Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe verträgt. Lehmige Böden verbesserst du mit Kompost oder etwas Sand, damit Wasser abläuft; im Topf wählst du nährstoffreiche Kräutererde mit guter Drainage.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun

Im zeitigen Frühjahr (März/April) arbeitest du reifen Kompost flach um die Pflanze ein. Vor der Blüte im Juni kannst du noch einmal Kompost oder etwas Hornspäne nachlegen, um das Blattwachstum zu unterstützen. Dünge maßvoll — zu viel Stickstoff mindert das Aroma. Im Freiland reichen meist zwei organische Gaben pro Saison; Topfkulturen versorgst du häufiger, etwa mit verdünnter Brennnessel- oder Beinwelljauche.

Überwinterung

Die Marokkanische Minze ist eine winterharte Staude: Sie zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr aus den Rhizomen neu aus — die abgestorbenen Triebe lässt du am besten über Winter stehen und schneidest erst im Frühjahr zurück. Im Beet brauchst du keinen Schutz; im Kübel stellst du den Topf geschützt an eine Hauswand, auf Holz oder Styropor, und packst ihn mit Vlies ein, damit der Wurzelballen nicht durchfriert.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Teilung
  • Ausläufer

Die Marokkanische Minze lässt sich am zuverlässigsten vegetativ vermehren — nur so bleibt das charakteristische rauchig-minzige Aroma der Sorte erhalten.

Stecklinge (einfachste Methode): Schneide von April bis August gesunde, nicht-blühende Triebspitzen von 10–15 cm Länge ab. Entferne die unteren Blätter und stelle die Stecklinge entweder direkt in feuchte Anzuchterde oder zunächst ins Wasserglas — nach etwa 10–14 Tagen bilden sich Wurzeln. Dann ins Freiland oder in Töpfe pflanzen.

Teilung: Im Frühjahr (März/April) oder Herbst (September/Oktober) gräbst du einen älteren Horst vollständig aus und teilst ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Abschnitte, von denen jeder eigene Wurzeln und Triebe trägt. Pflanze die Teilstücke sofort wieder ein und gieße gut an. Diese Methode verjüngt gleichzeitig die Mutterpflanze.

Ausläufer/Rhizome: Marokkanische Minze breitet sich durch Kriechsprosse (Rhizome) stark aus. Im Frühjahr oder Sommer kannst du einzelne Ausläuferabschnitte mit mindestens einem Austriebsknoten abstechen und an neuer Stelle einpflanzen, etwa 5 cm tief. Wer die Ausbreitung im Beet kontrollieren will, pflanzt Minze am besten in einem eingesenkten Topf ohne Boden.

Hinweis zur Aussaat: Die Marokkanische Minze ist eine sterile Sorte — die Blüten setzen kaum keimfähige Samen an, und aus Samen gewonnene Pflanzen sind nicht sortenecht. Das Aroma geht dabei verloren. Aussaat ist für diese Sorte daher nicht empfohlen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel KohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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