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Mentha spicata

Krause Minze

Volksnamen: Grüne Minze, Spearmint

Krause Minze

Beschreibung

Die Krause Minze trägt fast kein Menthol und schmeckt darum mild-süßlich statt scharf, ideal für Salate, Tabouleh, Mojito und milde Tees. Ihr gekräuseltes Laub macht sie auch optisch zu einem hübschen Beetnachbarn.

Pflegehinweise

Pflanze sie in halbschattige, feuchte Lage und gieße in Trockenphasen großzügig. Weil sie über Wurzelausläufer wandert, gehört sie in einen Kübel oder hinter eine Rhizomsperre. Ernte die Triebspitzen laufend ab Juni und schneide sie nach der Blüte bodennah zurück, dann treibt sie frisch durch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfHoch

Krause Minze mag humose, gleichmäßig feuchte und gut durchlässige Gartenerde — Staunässe verträgt sie nicht. Sandige oder magere Böden reicherst du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost an; im Kübel nutzt du durchlässige Kräuter- oder Gemüseerde und tauschst sie im Frühjahr aus.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jul, Aug

Arbeite im Frühjahr zum Austrieb (März/April) reifen Kompost flach um die Pflanze ein; bei magerem Boden kannst du etwas Hornspäne oberflächlich einharken. Nach der Blüte (Juli/August) gibst du eine zweite leichte organische Gabe für die Blattneubildung zur Herbsternte. Ab Herbst nicht mehr düngen, damit die Pflanze in die Winterruhe geht. Dünge zurückhaltend — zu viel Stickstoff schwächt das Aroma.

Überwinterung

Krause Minze ist im Beet voll winterhart und braucht keinen Schutz: Die Triebe sterben nach dem Frost ab, die Rhizome treiben im Frühjahr wieder aus — schneide die abgestorbenen Stängel erst im späten Winter bodennah zurück. Im Kübel frieren die Wurzeln leichter durch, stell den Topf darum geschützt an eine Hauswand, wickle ihn ein und gieß an frostfreien Tagen nur wenig.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Teilung
  • Ausläufer

Krause Minze laesst sich am zuverlaessigsten durch Stecklinge oder Teilung vermehren. Aussaat lohnt sich kaum, weil die Art sich stark ueber Rhizome ausbreitet und sich Sorten beim Aussaeen nicht sortenecht halten.

Stecklinge (Fruehsommer, Mai-Juli): Schneide 10-15 cm lange, kraeftige Triebspitzen direkt unter einem Blattknoten ab und entferne die unteren Blaetter. Stelle die Stecklinge in ein Glas Wasser auf die Fensterbank und wechsle das Wasser regelmaessig, damit nichts fault. Nach 10-14 Tagen bilden sich deutlich sichtbare Wurzeln. Sobald die Wurzeln 2-3 cm lang sind, pflanzt du den Steckling in feuchte Kraeutererde. Alternativ steckst du ihn direkt in feuchtes Anzuchtsubstrat und haeltst ihn leicht abgedeckt hell und warm.

Teilung (Vorfruehling, Maerz-April): Hebe den Wurzelstock mit einer Grabgabel aus und trenne ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Stuecke. Jedes Stueck braucht mindestens ein paar Wurzeln und einen Austrieb. Pflanze die Teilstuecke sofort wieder ein und waessere gut an. Die Pflanze dankt dir die Verjuengung mit kraeftigerem Neuaustrieb.

Auslaeufer/Rhizome (Spaetsommer bis Herbst): Minze breitet sich von selbst ueber unterirdische Kriechsprosse aus. Du kannst bewurzelte Auslaeufer einfach vom Hauptstock abtrennen. Such dir ein Stueck mit 1-2 Knoten, trenne es ab und pflanze es direkt an den gewuenschten Standort oder in einen Topf. Im Beet empfiehlt sich ohnehin eine Wurzelsperre (z. B. ein eingegrabener Eimer), damit die Minze nicht alles ueberwuchert.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel KohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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