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Mentha × piperita

Pfefferminze

Volksnamen: Edelminze, Englische Minze

Pfefferminze

Foto: CC BY 3.0 · Quelle

Beschreibung

Die Pfefferminze ist die klassische Teeminze mit hohem Mentholgehalt und kräftigem Aroma. Sie ist eine sterile Kreuzung und wird über Ableger vermehrt, nicht über Samen. Im Beet breitet sie sich über Ausläufer kräftig aus, deshalb ist ein Topf oder eine Wurzelsperre sinnvoll.

Pflegehinweise

Pflanze sie im Frühjahr (April · KW 16) an einen halbschattigen, feuchten Platz, am besten in einen eingegrabenen Kübel, damit sie nicht das halbe Beet erobert. Halte den Boden feucht und ernte die Triebe vor der Blüte, dann ist das Aroma am intensivsten. Schneide sie im Sommer kräftig zurück, dann treibt sie frisch nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, durchlässig, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Pfefferminze mag frisch-feuchte, humose und nährstoffreiche Böden, die gut durchlässig sind — Staunässe verträgt sie nicht. Lehmig-humose Gartenerde ist ideal; sandige Böden verbesserst du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost. Den pH-Wert hält sie unkompliziert im leicht sauren bis neutralen Bereich (etwa 6 bis 7), toleriert aber auch leicht kalkhaltige Böden gut.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Mai

Arbeite im Frühjahr eine dünne Schicht reifen Kompost flach um die Pflanze ein. Auf mageren Böden harkst du zusätzlich etwas Hornspäne oberflächlich ein. Nach dem ersten Schnitt im Frühsommer hilft eine leichte Kompostgabe beim Wiederaustrieb. Dünge insgesamt zurückhaltend — zu viel Stickstoff schwächt das Aroma und treibt Ausläufer auf Kosten der Blattmasse.

Überwinterung

Pfefferminze ist eine winterharte Staude und übersteht den DACH-Winter im Beet ohne Schutz: Die Triebe sterben nach dem Frost ab, die Rhizome treiben im Frühjahr neu aus — du kannst die abgestorbenen Stängel zurückschneiden oder als natürliche Schutzschicht stehen lassen. Nur im Kübel ist der Wurzelballen anfälliger, stell ihn dann an eine windgeschützte Hauswand, umwickle ihn mit Jute oder Kokosmatte und hol ihn nicht ins warme Zimmer, denn die Pflanze braucht die Winterruhe.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Ausläufer
  • Teilung

Pfefferminze ist ein steriler Hybrid (aus Wasserminze und Grüner Minze) und bildet keine keimfähigen Samen — vermehre sie ausschließlich vegetativ. Etwaige Samen aus dem Handel sind Elternarten oder andere Minzen, nicht die echte Pfefferminze.

Stecklinge (einfachste Methode, Frühjahr bis Frühsommer): Schneide 10–15 cm lange Triebspitzen ohne Blütenansatz von einem gesunden Trieb ab. Entferne die unteren Blattpaare und stelle die Stecklinge in ein Glas Wasser an einen warmen, halbschattigen Platz. Wechsle das Wasser alle paar Tage. Nach 1–2 Wochen haben sich genug Wurzeln gebildet; dann in Kräutererde einpflanzen. Alternativ direkt in feuchtes Substrat stecken und gleichmäßig feucht halten. Entspitze die junge Minze später ein paarmal, damit sie buschig wird.

Ausläufer/Ableger (Frühjahr oder Spätsommer): Pfefferminze bildet unterirdische Kriechausläufer (Stolonen), die bereits eigene Wurzelansätze tragen. Hebe die Pflanze mit der Grabgabel vorsichtig aus, trenne bewurzelte Ausläuferstücke von 5–10 cm Länge ab und pflanze sie sofort an den gewünschten Standort oder in Töpfe. Diese Methode klappt besonders zuverlässig, weil die Abschnitte schon Wurzeln mitbringen.

Teilung (am besten Frühjahr oder Herbst): Grabe den Wurzelballen vollständig aus und teile ihn mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke. Jedes Stück braucht Wurzeln und mindestens ein paar Triebansätze. Pflanze die Teile sofort und wässere gut an. Im Frühjahr erholen sich die Teilstücke am schnellsten. Die Teilung verjüngt zugleich ältere, in der Mitte verkahlende Stöcke.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel RadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohlRettich und 32 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

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