Fragaria vesca var. semperflorens
Monatserdbeere
Volksnamen: Immertragende Walderdbeere
Foto: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Die Monatserdbeere trägt von Juni bis zum Frost immer wieder kleine, intensiv duftende Früchte, die viel aromatischer sind als große Gartenerdbeeren. Sie bildet kaum Ausläufer und bleibt schön kompakt, ideal für Beeteinfassungen und Töpfe. Sorten wie ‚Rügen’ sind besonders ergiebig und robust.
Pflegehinweise
Säe die Monatserdbeere ab Februar (KW 8) auf der Fensterbank vor oder pflanze fertige Setzlinge ab Mai an einen sonnigen Platz in humosen Boden. Gieße gleichmäßig und mulche, damit die Früchte sauber bleiben. Sie naschen den ganzen Sommer, pflücke die roten Beeren regelmäßig, dann blüht sie immer wieder neu.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, feucht
Gib der Monatserdbeere einen lockeren, humosen und gleichmäßig feuchten Boden mit leicht lehmiger Struktur — leicht sauer ist ihr lieber als kalkhaltig. Staunässe musst du vermeiden, schwere Tonböden vor dem Pflanzen mit Laubhumus oder kalkarmem Rindenkompost auflockern.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär, Apr, Aug, Sep
Versorge die remontierende Monatserdbeere über die Saison gleichmäßig: im Frühjahr vor dem Austrieb organisch starten und nach der ersten kräftigen Erntephase im Spätsommer noch einmal nachlegen, damit sie genug Kraft für den Folgeaustrieb behält. Setze dabei auf kalkarmes, kaliumbetontes organisches Material (Laubhumus, Rindenkompost) statt auf stickstofflastige Gaben — zu viel Stickstoff treibt Blattmasse auf Kosten der Früchte. Kalkreichen Kompost sparsam halten, weil er den Boden für Erdbeeren ungünstig entsäuert.
Überwinterung
Die Monatserdbeere ist wintergrün und winterhart — im Beet übersteht sie den DACH-Tiefland-Winter ohne Schutz, lass das Laub als natürlichen Schutz stehen und schneide alte braune Blätter erst nach dem Winter zurück. Töpfe stellst du an eine geschützte Hauswand oder packst das Gefäß in Vlies, weil die Wurzeln im Kübel anfälliger für Dauerfrost sind als im Boden.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
Monatserdbeeren bilden meist keine oder nur sehr wenige Ausläufer, daher sind Aussaat und Kronenteilen die zuverlässigen Wege zur Vermehrung.
Aussaat (einfachste Methode): Säe die winzigen Samen von Februar bis April ins Haus vor. Die Samen sind Lichtkeimer – leg sie nur leicht auf die Erde und drück sie an, bedecke sie nicht. Halte die Oberfläche bei 18–20 °C gleichmäßig feucht; am einfachsten mit einer Abdeckhaube oder Klarsichtfolie, die du täglich kurz lüftest. Nach 3–4 Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Sobald die Jungpflanzen 2–3 echte Blätter haben, pikiere sie einzeln. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kommen sie ins Freiland.
Kronenteilen (für etablierte Pflanzen): Da Monatserdbeeren nach einigen Jahren an Wuchskraft nachlassen, ist das Teilen eine gute Methode zur Verjüngung. Die Pflanzen wachsen in immer breiteren Horsten mit mehreren Kronen. Heb die Pflanze im Frühjahr oder Herbst vorsichtig aus, trenne die Tochterkronen mit den Händen oder einem sauberen Messer und pflanz jede Krone mit eigenen Wurzeln sofort an einem neuen Standort ein. Achte darauf, dass die Krone (wo die Triebe aus den Wurzeln treten) über der Erde bleibt. Gieß die Teilstücke gut an.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote Zwiebel und 10 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lieber nicht
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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