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Magazin4. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit

Juni: Die erste große Ernte und volle Fahrt im Beet

Der Juni bringt die erste große Ernte: Erdbeeren, Erbsen und Kohlrabi füllen den Korb. Gleichzeitig läuft die Aussaat für den Herbst weiter, und die ersten Schädlinge wollen im Zaum gehalten werden. Dein Plan für den Frühsommer.

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Garten & Redaktion
Erdbeerpflanzen mit reifen roten und noch grünen Früchten im Gartenbeet
Im Juni beginnt die Erdbeerzeit, und mit ihr die erste große Ernte des Jahres. · Foto: Shixart1985, CC BY 2.0
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Der Juni ist der Monat, in dem sich die Mühe der letzten Wochen zum ersten Mal richtig auszahlt. Die Beete stehen dicht und grün, es duftet nach warmer Erde, und im Korb landen die ersten eigenen Erdbeeren. Gleichzeitig ist der Frühsommer kein Monat zum Zurücklehnen: Wer jetzt weiter sät, pflanzt und pflegt, erntet bis weit in den Herbst.

Der Juni umfasst grob KW 23 bis 26.

Pralle grüne Zuckererbsenschoten hängen erntereif an der Pflanze
Erbsen nascht man am besten gleich im Beet. · Foto: Forest and Kim Starr, CC BY 3.0

Die erste große Ernte

Jetzt füllt sich der Korb. Erdbeeren stehen in Vollernte, Erbsen und Zuckererbsen sind prall, dazu kommen Kohlrabi, Radieschen, Salate und die ersten Zucchini.

Wie im Hochsommer gilt schon jetzt: Wer regelmäßig erntet, erntet länger. Nimm den Pflanzen die reifen Früchte alle paar Tage ab, dann schieben sie unermüdlich neue nach. Am besten pflückst du morgens, dann sind die Früchte fest und aromatisch.

Johannistag: Schlusspunkt für Rhabarber und Spargel

Der 24. Juni, der Johannistag, ist eine alte Gärtnerregel mit gutem Grund. Bis dahin erntest du Rhabarber und Spargel, danach lässt du beide in Ruhe.

Jetzt schon an den Herbst denken

Das ist das Geheimnis eines Gartens, der bis in den Winter versorgt: Wo jetzt ein Beet frei wird, kommt sofort die nächste Kultur hinein. Der Winterkohl will jetzt gepflanzt, das Lagergemüse jetzt gesät sein.

Ein guter Gärtner erntet und sät am selben Tag. Der Juni gehört beidem zugleich.

Kartoffelkäfer und andere Sommergäste

Mit der Wärme kommen die Schädlinge. Setz auf Beobachtung und sanfte Mittel, dann bleibt der Griff zur Chemie meist unnötig. Der auffälligste Gast an den Kartoffeln ist jetzt der Kartoffelkäfer.

Ein gelb-schwarz gestreifter Kartoffelkäfer sitzt auf einem grünen Kartoffelblatt
Der gelb-schwarz gestreifte Käfer und seine rotorangen Larven fressen das Kartoffellaub kahl. Absammeln hilft zuverlässig.· Foto: Retro Lenses, CC BY 4.0

Geh die Kartoffelreihen regelmäßig ab und sammle Käfer, Larven und die orangefarbenen Eigelege an den Blattunterseiten ab. Wer früh dran ist, hält den Befall klein. Kohl schützt du mit einem engmaschigen Netz vor dem Kohlweißling, und Blattläuse spülst du mit einem harten Wasserstrahl ab.

Gießen, mulchen, ausgeizen

Der Wasserbedarf steigt jetzt spürbar. Wässere lieber selten und durchdringend als täglich ein bisschen, am besten früh am Morgen und an die Wurzel statt über das Laub. Die Tomaten geizt du weiter aus und bindest sie auf, damit sie ihre Kraft in die Früchte stecken.

Dein Juni in Kürze

  • ErntenErdbeeren, Erbsen, Kohlrabi und erste Zucchini regelmäßig abnehmen.
  • Winterkohl pflanzenGrünkohl, Rosenkohl und Wirsing als Jungpflanzen ins Beet setzen.
  • NachsäenLagermöhren, Rote Bete und Herbstsalate für die späte Ernte.
  • SchädlingeKartoffelkäfer absammeln, Kohl mit Netz schützen, Läuse abspülen.
  • JohannistagRhabarber und Spargel nur bis zum 24. Juni ernten.
  • PflegenMorgens durchdringend gießen, mulchen, Tomaten ausgeizen und aufbinden.

Häufige Fragen

Warum soll ich Rhabarber nach dem 24. Juni nicht mehr ernten?

Weil die Pflanze ab jetzt Reserven für das nächste Jahr einlagert. Erntest du weiter, schwächst du sie, und der Oxalsäuregehalt der Stangen steigt. Lass ihr den Sommer, dann treibt sie im Frühjahr wieder kräftig aus.

Ist es nicht zu früh, im Juni schon für den Herbst zu säen?

Im Gegenteil, für viele Winter- und Lagerkulturen ist jetzt der ideale Termin. Winterkohl, Lagermöhren und Herbstsalate brauchen die Sommerwochen, um bis zur kalten Jahreszeit heranzuwachsen.

Muss ich Kartoffelkäfer wirklich absammeln?

Für den Hausgarten ist das die einfachste und wirksamste Methode. Kontrollier die Pflanzen alle paar Tage und sammle Käfer, Larven und die orangen Eigelege ab. So bleibt der Befall klein, ganz ohne Spritzmittel.

Dein Juni auf einen Blick

Der Juni ist ein Geben und Nehmen: Du erntest zum ersten Mal richtig und säst zugleich schon für den Herbst. Lass dich vom vollen Beet nicht stressen. Eine kurze Runde alle paar Tage, bei der du erntest, gießt und nach Schädlingen schaust, hält alles im Gleichgewicht.

In Gartenkern hältst du fest, was wann reif war und was du nachgesät hast. Im nächsten Juni weißt du dann genau, wann deine Erdbeere ‚Mieze Schindler' das erste Mal getragen hat und welches Beet nach den Erbsen frei wurde. So plant sich das Gartenjahr mit jeder Saison ein Stück leichter.

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