Lactuca sativa var. longifolia
Romanasalat
Volksnamen: Römersalat, Bindesalat, Kochsalat
Foto: Public Domain · Quelle
Beschreibung
Der Romanasalat bildet aufrechte, längliche Köpfe mit festen, knackigen Blättern und einer kräftigen Mittelrippe, er ist der klassische Salat für den Caesar Salad. Sein Geschmack ist herzhaft und leicht süßlich, die Blätter bleiben auch kurz angebraten oder gegrillt stabil.
Pflegehinweise
Pflanze ihn in nährstoffreichen, tiefgründigen Boden und gieße gleichmäßig, damit die Köpfe fest und saftig werden. Er ist robuster und hitzetoleranter als Kopfsalat, schießt aber bei langer Trockenheit ebenfalls, eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit zu halten. Ernte den ganzen Kopf, sobald er fest geschlossen ist, oder zupfe die äußeren Blätter laufend.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, sandig, feucht
Romanasalat will lockeren, humusreichen und durchlässigen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe hat. Schwere, lehmige Erde lockerst du am besten mit etwas Sand und reifem Kompost auf; Stallmist ist nichts für die zarten Wurzeln.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Jun
Arbeite im Frühjahr vor dem Pflanzen reifen Kompost flach ins Beet ein — das versorgt den Salat über seine kurze Kulturzeit meist ausreichend. Bei Bedarf kannst du in der Wachstumsphase einmalig mit stark verdünnter Brennnesseljauche bei feuchtem Wetter nachgießen. Übertreib es nicht mit Stickstoff: zu viel macht die Blätter weich und begünstigt Innenbrand (Tipburn).
Überwinterung
Romanasalat ist einjährig und übersteht den DACH-Winter nicht im Freiland — ein echtes Überwintern gibt es nicht, du säst jedes Jahr neu aus (ab Februar/März im Haus oder Frühbeet vorziehen, da Jungpflanzen keinen harten Frost vertragen). Eine späte Ernte kannst du verlängern, indem du noch wachsende Pflanzen vor dem ersten harten Frost mit Wurzeln aus dem Boden nimmst, aufrecht in eine Kiste mit leicht feuchtem Sand setzt und kühl-frostfrei (Keller, ungeheiztes Gartenhaus, nie unter 0 °C) einlagerst — so bleiben die Köpfe einige Wochen frisch.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Romanasalat vermehrst du ausschließlich durch Aussaat. Er ist ein Lichtkeimer: Säe die Samen nur ganz dünn (etwa 0,5 cm) mit Erde bedeckt oder drücke sie nur leicht an, damit noch genug Licht ans Saatkorn gelangt. Salatsamen keimen am liebsten kühl, etwa zwischen 12 und 18 °C – wird es deutlich wärmer, lässt die Keimung spürbar nach (Wärmehemmung), bei großer Hitze bleibt sie weitgehend aus. Säe deshalb im Hochsommer lieber an einem schattigen, kühleren Platz oder warte den Abend ab. Ab Mitte März kannst du in Anzuchtschalen vorziehen und die Jungpflanzen nach 4–6 Wochen (bei mindestens 10 °C Bodentemperatur) ins Freiland pflanzen. Die Direktsaat ins Beet gelingt ab Mitte April; durch gestaffelte Aussaaten alle 2–3 Wochen bis Ende Juli sorgst du für eine kontinuierliche Ernte. Für eigenes Saatgut lässt du einzelne kräftige Pflanzen aussamen: Da Salat ein Selbstbestäuber ist, bleibt sortenreines Saatgut gut erhalten – allerdings nur bei samenfesten Sorten, nicht bei F1-Hybriden. Sobald die Blütenstände braun und trocken sind, schneidest du die Stängel ab, lässt sie in einem Papierbeutel nachtrocknen und reibst die Samen heraus. Achte darauf, dass die Samenstände in der Reifephase trocken bleiben, damit sie nicht schimmeln. Kühl, dunkel und trocken gelagert sind Salatsamen etwa 1–3 Jahre keimfähig – im Zweifel machst du vorher einen kleinen Keimtest auf feuchtem Küchenpapier.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel KnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchelKümmelPastinake und 15 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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