Brassica oleracea var. botrytis
Blumenkohl
Volksnamen: Karfiol, Blumenkohlrose
Foto: Etbe · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Beim Blumenkohl isst du die noch geschlossene, dichte Blütenanlage, die als weißer Kopf zwischen den Blättern heranwächst. Er ist anspruchsvoller als andere Kohlarten, weil er gleichmäßig Wasser und Nährstoffe braucht, sonst bleibt der Kopf klein oder schießt vorzeitig auf.
Pflegehinweise
Pflanze vorgezogene Setzlinge ab April mit gut einer Armlänge Abstand ins nährstoffreiche Beet und halte den Boden konsequent feucht, denn jeder Trockenstress kostet Kopfgröße. Brich bei weißen Sorten ein paar Außenblätter über den Kopf, damit er weiß und zart bleibt, und ernte, sobald die Rose fest und geschlossen ist, wartest du zu lange, wird sie körnig.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, nährstoffreich, feucht, kalkliebend
Blumenkohl will einen tiefgründigen, lockeren Boden — er wurzelt bis etwa 50 cm tief. Mittelschwere, lehmig-humose Böden sind ideal, weil sie Wasser und Nährstoffe gut halten; Staunässe vermeidest du unbedingt. Liegt dein pH unter 6,5, kalkst du vor der Pflanzung auf, denn ein leicht alkalischer, kalkhaltiger Boden beugt Kohlhernie vor.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Arbeite im Herbst vor dem Anbaujahr reifen Kompost oder gut verrotteten Mist flach ein, damit die organische Substanz bis zum Frühjahr umgesetzt ist. Zur Pflanzung gibst du Hornspäne oder Hornmehl flach in den Boden — Hornmehl wirkt schneller und passt für die frühe Wachstumsphase. Etwa vier bis sechs Wochen nach der Pflanzung wässerst du mit vergorener Brennnesseljauche oder Komposttee nach, um die Kopfbildung zu unterstützen. Frischen Mist nie direkt vor der Pflanzung einarbeiten.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lippenblütler (Lamiaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.
Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua
Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
5 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Phyllotreta
Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen.
Mehr zu ErdflohDelia radicum
Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an.
Mehr zu Kleine KohlfliegePlasmodiophora brassicae
Kohlhernie ist eine bodenbürtige Pilzkrankheit, die von Plasmodiophora brassicae verursacht wird und alle Kohlgewächse befällt.
Mehr zu KohlherniePieris brassicae
Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen.
Mehr zu Großer KohlweißlingArion vulgaris
Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet.
Mehr zu Spanische WegschneckeSorten
7 Sorten‚Clapton’
Eine moderne F1-Hybride, die du vor allem dann nimmst, wenn dein Boden mit Kohlhernie belastet ist, gegen diesen Pilz ist sie hoch widerstandsfähig.
‚Di Jesi’
Eine alte, samenfeste Landsorte aus der italienischen Region um Jesi, die kräftig wächst und große, cremeweiße Köpfe bildet.
‚Erfurter Zwerg’
Ein alter, samenfester Klassiker aus der Erfurter Gärtnertradition, der kompakt und niedrig bleibt.
‚Goodman’
Eine zuverlässige F1-Hybride für die Sommerernte, die kräftig wächst und große, gleichmäßig weiße Köpfe schiebt.
‚Neckarperle’
Eine bewährte, samenfeste Sorte für den Hausgarten, die feste, schneeweiße Blumen bildet.
‚Vroon’
Eine frühe F1-Hybride für die erste Sommerernte, die du ab Februar im Haus vorziehst und ab April unter Vlies ins Beet setzt.
‚Walcheren Winter 3’
Eine winterharte, samenfeste Überwinterungssorte aus der niederländischen Walcheren-Gruppe, die du im Frühsommer säst und ins Winterbeet pflanzt.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
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Aus dem Magazin
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