Lamium album
Weiße Taubnessel
Volksnamen: Taubnessel, Bienensaug
Foto: Coyau · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Weiße Taubnessel sieht der Brennnessel zum Verwechseln ähnlich, brennt aber nicht, daher der Name. Ihre weißen Lippenblüten sind eine wichtige frühe Nektarquelle für Hummeln, und die getrockneten Blüten ergeben einen milden Tee. Im Garten ist sie ein nützlicher Bodendecker im Halbschatten.
Pflegehinweise
Pflanze die Taubnessel an einen halbschattigen Platz mit humosem, nicht zu trockenem Boden, sie fühlt sich am Gehölzrand besonders wohl. Halte den Boden gleichmäßig feucht. Ernte die Blüten von Mai bis August an sonnigen Vormittagen und trockne sie schonend. Schneide die Pflanze nach der Blüte zurück, dann treibt sie frisch nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, feucht, nährstoffreich
Wähle einen frisch-feuchten, lockeren Lehm- oder Humusboden mit guter Nährstoffversorgung; Staunässe verträgt die Taubnessel nicht, leicht feucht sollte der Boden aber bleiben. Auf sehr armen Sandböden wächst sie schwach – dort hilft beim Pflanzen etwas Kompost.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Auf von Natur aus humus- und nährstoffreichen Böden brauchst du nicht zu düngen – als Stickstoffzeiger kommt die Weiße Taubnessel hier ohne Zusatz aus. Nur auf mageren Standorten arbeitest du im Frühjahr (März/April) flach etwas Kompost, bei Bedarf zusätzlich Hornspäne, rund um die Pflanze ein.
Überwinterung
Die Weiße Taubnessel ist eine heimische Wildstaude und übersteht den Winter im DACH-Tiefland zuverlässig ohne Schutz. Du musst nichts tun; im Frühjahr treibt sie wieder aus. Optional kannst du verblühte Triebe im Spätherbst bodennah zurückschneiden.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
- Stecklinge
- Ausläufer
Die Weiße Taubnessel lässt sich auf mehreren Wegen gut vermehren.
Aussaat (Samen): Streue das Saatgut ab Februar in Aussaaterde nur oberflächlich aus – die Art ist ein Lichtkeimer und braucht keine Erdbedeckung (Keimtiefe ca. 0,2 cm). Halte das Substrat gleichmäßig feucht und stelle es bei ca. 15–20 °C hell auf; die Keimung beginnt nach etwa zwei bis drei Wochen. Alternativ säst du von März bis Juni direkt ins Beet, sobald der Boden frostfrei ist. Beachte: Aus Samen gezogene Jungpflanzen brauchen zwei bis drei Jahre bis zur ersten Blüte. Die Pflanze sät sich auch gern selbst aus.
Teilung (Frühjahr oder Herbst): Im frühen Frühjahr vor dem kräftigen Austrieb oder im Herbst hebst du die Pflanze mit einer Grabegabel aus und zerteilst sie vorsichtig in mehrere Stücke. Achte darauf, dass jedes Teilstück eine kräftige Wurzel und genügend Blattmasse trägt und die Wurzeln möglichst wenig verletzt werden. Setze die Teile sofort wieder ein und gieße gut an. Eine Teilung alle drei bis vier Jahre verjüngt ältere Horste.
Stecklinge (Frühsommer bis Herbst): Schneide etwa 10 cm lange, nicht blühende Triebspitzen direkt unterhalb eines Blattknotens ab, entferne die unteren Blätter und lasse oben nur zwei bis drei Blätter stehen. Stecke die Stecklinge in ein feuchtes, gut durchlässiges Sand-Erde-Gemisch und halte sie an einem hellen, nicht vollsonnigen Platz gleichmäßig feucht; die Bewurzelung erfolgt innerhalb weniger Wochen.
Ausläufer (Ableger): Die Weiße Taubnessel bildet kriechende, oft grün überwinternde Ausläufer und ist von Natur aus sehr ausbreitungsfreudig. Trenne bewurzelte Ausläufer-Abschnitte einfach mit dem Spaten von der Mutterpflanze ab und setze sie an den neuen Standort. Das ist der schnellste und zuverlässigste Weg. Tipp: Da die Pflanze stark wuchert, kann eine Wurzelsperre helfen, die Ausbreitung im Beet zu begrenzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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