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Caryopteris × clandonensis

Bartblume

Volksnamen: Blauraute, Clandon-Bartblume

Bartblume

Beschreibung

Die Bartblume ist ein kompakter, sommergrüner Kleinstrauch, der von August bis Oktober dichte Büschel leuchtend blauer, leicht zerzauster Blüten trägt, ein später Nektarsegen, wenn die meisten Sträucher längst verblüht sind. Schmetterlinge und Bienen lieben sie. Ihr graugrünes, aromatisch duftendes Laub und der rundliche Wuchs machen sie zu einer eleganten Begleiterin in Kies- und Trockenbeeten.

Pflegehinweise

Setze sie in durchlässigen, mageren Boden in die volle Sonne; nasse, schwere Erde im Winter ist ihre größte Gefahr. Gießen ist nach dem Anwachsen kaum nötig. Schneide sie jedes Frühjahr im März stark zurück, fast bis auf 15 bis 20 cm, sie blüht nämlich am frischen Trieb des laufenden Jahres und wird so jedes Jahr dicht und blühfreudig. In rauen Lagen schützt eine Mulchschicht über dem Wurzelbereich im Winter.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfNiedrig

Die Bartblume will durchlässigen, eher mageren Boden — gern sandig oder kiesig aufgelockert. Kalk verträgt sie sehr gut, leicht alkalisch ist also kein Problem. Schwere, nasse Böden und Staunässe meidest du unbedingt: bei Nässe faulen die Wurzeln, das ist der häufigste Ausfallgrund. Eingewachsen kommt sie mit Trockenheit gut klar.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr zum Austrieb (März/April) eine dünne Lage reifen Kompost rund um die Pflanze verteilen und flach einharken — auf sehr mageren Böden gibst du etwas Hornspäne dazu. Das reicht in der Regel fürs ganze Jahr. Ab Sommer düngst du nicht mehr: zu viel Stickstoff spät im Jahr verzögert die Holzausreifung und schwächt die Winterhärte.

Überwinterung

Die Bartblume ist wurzelhart, ihre Triebe frieren im DACH-Tiefland aber oft zurück — das ist normal. Deck den Wurzelbereich im Spätherbst mit Laub oder Reisig ab und schneide erst im Frühjahr kräftig zurück, da sie auf dem diesjährigen Holz blüht; im Kübel überwinterst du sie frostfrei und kühl.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Aussaat
  • Teilung

Die zuverlaessigste Methode ist die Stecklingsvermehrung: Schneide im Juni bis August etwa 10-15 cm lange, halbverholzte Triebspitzen von einer gesunden, moeglichst nicht bluehenden Mutterpflanze. Achte darauf, dass jeder Steckling mehrere Knoten hat. Entferne die unteren Blaetter und stecke die Stecklinge in ein lockeres Gemisch aus Sand und Anzuchterde. Halte das Substrat gleichmaessig feucht und stelle die Stecklinge hell, aber ohne direkte Mittagssonne - bei ueber 20 Grad wurzeln sie innerhalb von zwei bis drei Wochen. Eine Plastikhaube oder ein Folienzelt haelt die Feuchtigkeit und beschleunigt die Bewurzelung. Sobald neue Blaetter erscheinen, kannst du einzeln in Toepfe pikieren und die Jungpflanzen im ersten Winter frostfrei ueberwintern. Eine aeltere, mehrjaehrige Pflanze laesst sich auch durch Teilung vermehren: Grabe den Wurzelballen im Fruehjahr vor dem Austrieb (oder im Herbst) aus und trenne ihn vorsichtig in Teilstuecke, die jeweils kraeftige Wurzeln und Triebe haben. Setze die Teilstuecke sofort wieder ein und giesse sie gut an. Die Teilung ist einfacher als Stecklinge, aber durch Groesse und holzige Struktur der Pflanze begrenzt - sie eignet sich vor allem fuer gut eingewachsene Horste. Aussaat ist grundsaetzlich moeglich, aber beachte: Caryopteris clandonensis ist ein Gartenhybrid (aus C. incana x C. mongholica), die Saemlinge sind daher nicht sortenrein - fuer benannte Sorten (z. B. 'Heavenly Blue', 'Worcester Gold') eignet sich nur die Stecklings- oder Teilungsvermehrung. Wenn du trotzdem aussaeen moechtest, saee die Samen ab Maerz bei etwa 20 Grad in Anzuchterde aus; die Keimung dauert zwei bis drei Wochen. Bis zur ersten Bluete musst du bei Saemlingen mit mehreren Jahren rechnen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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