Nepeta × faassenii
Garten-Katzenminze
Volksnamen: Blaue Katzenminze, Faassens Katzenminze
Foto: KENPEI · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Garten-Katzenminze ist eine unermüdliche Dauerblüherin, die von Mai bis in den Oktober ihre lavendelblauen Blütenähren über aromatischem, graugrünem Laub trägt. Sie summt den ganzen Sommer vor Bienen und Hummeln und ist als pflegeleichte, trockenheitsverträgliche Beetstruktur die klassische Begleiterin von Rosen. Anders als die Echte Katzenminze setzt diese sterile Hybride keine lästigen Selbstaussaaten an.
Pflegehinweise
Pflanze sie in durchlässigen, eher mageren Boden in die volle Sonne, Staunässe und schwere, nasse Erde verträgt sie schlecht. Gießen ist nach dem Anwachsen kaum nötig. Schneidest du den Horst nach der ersten Blühwelle Ende Juni um die Hälfte zurück, treibt er frisch durch und blüht ein zweites Mal reich. Im Frühjahr räumst du das alte Laub bodennah ab, bevor der Neuaustrieb kommt.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager, kalkliebend, trocken
Garten-Katzenminze mag sonnige, gut durchlässige Böden, die eher mager bis mäßig nährstoffreich sind — sandig bis sandig-lehmig ist ideal. Staunässe und schwere, nasse Tonböden verträgt sie schlecht; bei schwerem Boden vor dem Pflanzen grobkörnigen Sand untermischen. Kalkhaltige, leicht alkalische Böden toleriert sie problemlos.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Frühjahr eine dünne Lage reifen Kompost flach einarbeiten — das reicht für die ganze Saison, und auf gut aufgebautem Gartenboden ist auch das oft nicht nötig. Dünge sparsam: Überdüngung treibt weiches Blattwachstum auf Kosten von Blüte und Duft. Auf nährstoffreiche Stickstoffgaben verzichtest du besser ganz.
Überwinterung
Garten-Katzenminze ist voll winterhart und übersteht DACH-Tiefland-Winter ohne Schutz im Freien — lass die vertrockneten Triebe über den Winter stehen, sie schützen die Basis und bieten Insekten Unterschlupf. Schneide erst ab Ende März bodennah zurück; nach der ersten Blüte kannst du sie um etwa ein Drittel einkürzen, das löst oft eine zweite Blüte aus.
Vermehrung
Methoden
- Teilung
- Stecklinge
Garten-Katzenminze (Nepeta × faassenii) ist ein steriler Hybrid (Kreuzung aus Nepeta racemosa × Nepeta nepetella) und bildet keine keimfähigen Samen — Aussaat scheidet also aus. Du vermehrst sie am zuverlässigsten auf zwei Wegen:
Teilung (einfachste Methode): Grabe eine etablierte Staude im frühen Frühjahr (sobald die ersten Triebspitzen sichtbar sind) oder im frühen Herbst aus. Teile den Horst mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke, sodass jedes Teil eigene Wurzeln und mindestens zwei bis drei Triebe hat. Pflanze die Teile sofort an ihren neuen Standort und wässere gut an. Ältere Horste profitieren von der Teilung alle drei bis vier Jahre, weil die Mitte sonst verkahlt und die Blüte nachlässt. Vermeide das Teilen in der Sommerhitze.
Krautige Stecklinge (für größere Stückzahlen): Schneide im späten Frühjahr bis Frühsommer (etwa Mai bis Juni) nichtblühende Triebspitzen von etwa fünf bis sieben Zentimetern Länge, knapp unterhalb eines Blattknotens. Entferne die unteren Blätter, sodass nur zwei bis drei Blattpaare oben verbleiben. Stecke die Stecklinge in feuchte, magere Anzuchterde und halte sie gleichmäßig feucht, bis nach etwa zwei bis vier Wochen Wurzeln gebildet sind. Stelle die Töpfchen hell, aber nicht in die pralle Mittagssonne. Im Herbst desselben Jahres können die bewurzelten Jungpflanzen ins Freiland.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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