Origanum majorana
Majoran
Volksnamen: Wurstkraut, Gartenmajoran
Foto: CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Majoran ist das klassische Wurstkraut mit einem milden, süßlich-würzigen Aroma, feiner und runder als sein wilder Verwandter Oregano. In unseren Breiten wird er meist einjährig gezogen, da er Frost nicht verträgt.
Pflegehinweise
Säe Majoran ab April warm vor oder ab Mai direkt ins Beet, denn er keimt erst bei verlässlicher Wärme. Wähle einen vollsonnigen Platz und gieße sparsam, denn Trockenheit fördert das Aroma. Ernte die Triebe kurz vor der Blüte im Juli und August, dann sind sie am würzigsten.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, humos, durchlässig, kalkliebend
Majoran will einen lockeren, durchlässigen Boden — Staunässe verträgt er nicht, sie führt schnell zu Wurzelfäule. Ideal ist ein sandig-lehmiger, mäßig humoser Boden im neutralen bis leicht kalkhaltigen Bereich; auf schwerem Lehm arbeitest du Sand ein. Etwas Kalk fördert das Aroma, ist aber kein Muss — kalkmeidend ist Majoran nicht.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Frühjahr beim Pflanzen oder Aussäen reifen Kompost flach einarbeiten — das reicht in der Regel für die ganze Saison. Mehr ist nicht nötig: Vor allem zu viel Stickstoff treibt weiches Blattwachstum und schwächt das Aroma. Auf sehr mageren Böden kannst du zusätzlich etwas Hornmehl als organische Stickstoffquelle untermengen. Keine frischen Mistgaben unmittelbar vor dem Anbau.
Überwinterung
Majoran ist im DACH-Tiefland nicht winterhart und erfriert im Beet — am einfachsten behandelst du ihn einjährig und säst im Frühjahr neu aus. Willst du eine Pflanze halten, setz sie vor dem ersten Frost in einen Topf, hol sie hell, kühl und frostfrei rein, gieß nur sparsam und gewöhne sie im Frühjahr langsam wieder ans Freie.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
- Teilung
Majoran vermehrst du am zuverlässigsten durch Aussaat. Säe ab Mitte März in Anzuchtschalen vor – die winzigen Samen nicht bedecken, denn Majoran ist ein Lichtkeimer. Bei 18–20 °C Keimtemperatur zeigen sich die ersten Keimlinge nach etwa 15–20 Tagen. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kannst du die Jungpflanzen ins Beet oder in den Topf setzen. Eine Direktsaat im Freiland ist ebenfalls ab Mitte Mai möglich.
Stecklinge gelingen bei überwinterten Pflanzen: Schneide im Juli oder August etwa 10 cm lange, noch nicht verholzte Triebspitzen ab, entferne die unteren Blätter und stecke sie in feuchte Anzuchterde. Mit einer Abdeckung an einem hellen, warmen Platz bilden sich nach einigen Wochen Wurzeln, erkennbar am neuen Austrieb. So bleiben die Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten.
Teilung ist nur bei erfolgreich überwinterten, mehrjährigen Majoran-Pflanzen (Staudenmajoran / Wintermajoran) sinnvoll: Grabe die Pflanze im Frühjahr aus und teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in mehrere Abschnitte, jeder mit eigenem Trieb und Wurzelwerk. Da echter Majoran in DACH-Gärten meist nicht frostfest ist und überwiegend einjährig kultiviert wird, bleibt die Teilung ein Sonderfall.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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