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Salvia farinacea

Ziersalbei

Volksnamen: Mehliger Salbei, Blauer Salbei

Ziersalbei

Beschreibung

Der Ziersalbei setzt mit seinen aufrechten, tiefblauen bis violetten Blütenkerzen kräftige Farbakzente und blüht ausdauernd von Juli bis in den Oktober. Die in unseren Breiten einjährig kultivierte Pflanze ist trockenheitsverträglich und ein hervorragender Bienen- und Hummelmagnet. Schön in Rabatten und Kübeln.

Pflegehinweise

Säe den Ziersalbei ab März warm vor und pflanze ihn nach den Eisheiligen (Mitte Mai) an einen vollsonnigen, durchlässigen Standort. Gieße sparsam, er kommt mit Trockenheit gut zurecht und mag keine Staunässe. Schneide abgeblühte Blütenkerzen heraus, dann treibt er immer wieder frisch durch und blüht bis zum Frost.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, durchlässig, humos, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfNiedrig

Mehliger Salbei mag lockere, gut durchlaessige Gartenerde ohne Staunaesse — am besten naehrstoffreich und humos, mit etwas Sand untergehoben, damit Wasser zuegig abfliesst. Neutrale bis leicht kalkhaltige Boeden vertraegt er gut, im Kuebel eignet sich eine Mischung aus guter Pflanzerde, Kompost und Sand.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Mai

Im Beet reicht es, bei der Pflanzung im Fruehjahr Kompost und Hornspaene flach in den Boden einzuarbeiten — eine Nachduengung ist meist nicht noetig. Im Kuebel oder Balkonkasten waschen die Naehrstoffe schneller aus, daher dort waehrend der Wachstumszeit von Fruehjahr bis Spaetsommer regelmaessig mit organischem Duenger nachversorgen.

Überwinterung

Ziersalbei verträgt keinen Frost: Im Beet behandelst du ihn wie eine einjährige Pflanze und säst im Frühjahr neu aus oder kaufst Jungpflanzen. Willst du ihn mehrjährig halten, holst du den Kübel vor dem ersten Frost an einen hellen, kühlen Platz (ca. 15–18 °C), gießt nur mäßig und stellst ihn erst nach den Eisheiligen Mitte Mai wieder ins Freie.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge

Aussaat (Hauptmethode): Säe Salvia farinacea ab Anfang bis Mitte März in der Wohnung oder im Gewächshaus vor. Die Samen brauchen Licht zum Keimen – drücke sie nur leicht an und bedecke sie nicht mit Erde. Bei etwa 18–22 °C keimt das Saatgut nach rund 10–20 Tagen. Halte die Aussaaterde gleichmäßig feucht; weil es ein Lichtkeimer ist, besprühst du die Oberfläche besser, statt von oben zu gießen, oder gießt von unten an. Eine durchsichtige Abdeckung hält die Luftfeuchte bis zur Keimung hoch. Sobald die Pflänzchen kräftig genug sind (nach etwa vier Wochen), pikierst du sie in kleine Töpfe. Ab Ende April gewöhnst du die Jungpflanzen langsam ans Freie (abhärten). Ausgepflanzt wird erst nach dem letzten Frost, also nach Mitte Mai – beachte die Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20).

Stecklinge (für Sortenerhalt / Überwinterung): Schneide im Frühjahr oder Sommer 8–12 cm lange, nicht blühende Triebspitzen ab. Entferne die unteren Blätter und stecke den Steckling in feuchtes, durchlässiges Substrat (z. B. Anzuchterde oder ein Sand-Erde-Gemisch). Stelle ihn hell, aber nicht in die pralle Sonne, und warm (um 20 °C). Die Wurzeln bilden sich meist innerhalb von 2–4 Wochen. Stecklinge, die du über den Winter bringen willst, hältst du bis nach den letzten Frösten drinnen an einem hellen, mindestens 15 °C warmen Platz – im Freiland ist Salvia farinacea bei uns nicht winterhart.

Hinweis: Teilung lohnt sich hier nicht: Die Pflanze wird bei uns als nicht winterharte Sommerblume gehalten und bildet keinen gut teilbaren Wurzelstock.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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