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Melissa officinalis

Zitronenmelisse

Volksnamen: Melisse, Bienenkraut

Zitronenmelisse

Beschreibung

Die Zitronenmelisse duftet beim Zerreiben herrlich nach Zitrone und gibt Tees, Desserts und Sommergetränken eine frische Note. Die winterharte, robuste Staude ist eine beliebte Bienenweide und kommt Jahr für Jahr zuverlässig wieder.

Pflegehinweise

Setze Melisse an einen sonnigen bis halbschattigen Platz in nährstoffreichen, leicht feuchten Boden. Schneide sie nach der ersten Blüte im Sommer bodennah zurück, dann treibt sie frisch und aromatisch nach. Sie breitet sich gern aus, ein Wurzelschutz oder Topf hält sie in Schach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, sandig

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Zitronenmelisse mag lockeren, humusreichen Boden mit guter Drainage — lehmig-sandig oder sandig-lehmig ist ideal. Staunässe vermeidest du unbedingt, sonst faulen die Wurzeln; etwas Kalk im Boden verträgt sie gut.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr verteilst du eine dünne Schicht reifen Kompost rund um die Pflanze und arbeitest ihn flach ein — das reicht in den meisten Gärten als Jahresversorgung. Nach dem ersten kräftigen Rückschnitt im Sommer kannst du optional noch etwas Kompost oder Hornspäne flach unterhacken; stark stickstoffbetonte Düngung vermeidest du, weil zu viel Stickstoff das Aroma schwächt.

Überwinterung

Zitronenmelisse ist im Beet vollständig winterhart und braucht keinen aktiven Winterschutz — die oberirdischen Triebe sterben nach dem Frost ab, der Wurzelstock treibt im Frühjahr neu aus. Decke den Wurzelbereich höchstens in rauen Lagen oder im ersten Winter locker mit etwas Laub oder Reisig ab und vermeide dicke, nasse Schichten, damit der Boden abtrocknen kann; im Kübel stellst du den Topf geschützt an eine Wand und umhüllst ihn mit Vlies oder überwinterst ihn kühl und frostfrei.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Du kannst Zitronenmelisse auf drei Wegen vermehren — alle drei sind im Hausgarten gut praktikabel.

Aussaat (Lichtkeimer): Säe ab Februar drinnen vor oder ab Ende April direkt ins Freiland. Die Samen brauchen Licht zum Keimen, also nicht mit Erde abdecken — nur leicht andrücken und gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe. Bei rund 18–20 °C zeigen sich die Keimlinge nach etwa ein bis zwei Wochen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kannst du vorgezogene Jungpflanzen auspflanzen.

Stecklinge: Der beste Zeitraum ist Mai bis August. Schneide gesunde, nicht blühende Triebspitzen von 10–15 cm Länge ab, entferne die unteren Blätter und stecke sie in feuchte, durchlässige Anzuchterde — alternativ wurzeln sie auch in einem Glas Wasser. Stelle sie hell, aber nicht in pralle Sonne. Bei 20–25 °C zeigen sich nach etwa zwei Wochen die ersten Wurzeln; nach drei bis vier Wochen kannst du die Jungpflanzen in normale Kräutererde umtopfen.

Teilung: Die einfachste Methode für etablierte Pflanzen. Im Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb oder im Herbst nach der Wachstumsphase gräbst du den Wurzelballen vollständig aus und teilst ihn mit einem scharfen Spaten in zwei bis drei gleichwertige Stücke, die jeweils Wurzeln und Triebansätze tragen. Die Teilstücke setzt du sofort wieder ein und wässerst sie gut an. So kannst du gleichzeitig überalterte, verholzende Horste (nach 3–4 Jahren) verjüngen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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