Cyclanthera pedata
Inka-Gurke
Volksnamen: Hörnchenkürbis, Caigua
Foto: Zyance · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Inka-Gurke ist eine stark rankende Kletterpflanze aus den Anden, deren hohle, gurkenartige Früchte sich roh, gefüllt oder gedünstet verwenden lassen. Sie ist robust, wüchsig und begrünt im Sommer rasch ein Spalier oder einen Zaun mit zierlich gefiedertem Laub.
Pflegehinweise
Säe ab März warm vor und pflanze die Sämlinge nach den Eisheiligen Mitte Mai an einen sonnigen Platz mit kräftiger Rankhilfe. Gieße gleichmäßig und gib im Sommer etwas Kompost. Ernte die jungen, noch zarten Früchte ab August laufend, solange sie weich sind, ältere werden faseriger und eignen sich dann gefüllt zum Schmoren.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich, lehmig
Gib der Inka-Gurke einen tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden – Staunässe verträgt sie nicht. Lehmige wie sandige Böden funktionieren, solange das Wasser gut abzieht; vor dem Pflanzen reifen Kompost einarbeiten.
Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Jul
Arbeite beim Pflanzen im Frühjahr reifen Kompost flach in den Boden ein. In der Hauptwachstumsphase (Juni–Juli) bei starkem Fruchtansatz organisch nachhelfen, etwa mit Hornspänen rund um die Wurzelzone und anschließendem Wässern; den hohen Kaliumbedarf deckst du gut mit Beinwelljauche. Ab August nicht mehr düngen.
Überwinterung
Die Inka-Gurke ist einjährig und stirbt beim ersten Frost ab — es gibt nichts auszugraben oder einzulagern. Ernte reife Früchte vor dem Frost, entnimm die Samen, lass sie gut trocknen und bewahre sie trocken und kühl bis zur Aussaat im Frühjahr auf; ab März auf der Fensterbank vorziehen und nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) ins Freie pflanzen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Die Inka-Gurke ist eine frostempfindliche Einjährige und wird ausschließlich über Samen vermehrt. Beginne mit der Vorkultur ab Mitte April auf der Fensterbank oder im Gewächshaus — früher ergibt wenig Sinn, weil die Pflanze sehr schnell lange Ranken bildet und dann bis nach den Eisheiligen nicht ausgepflanzt werden kann. Weiche die Samen vor der Aussaat 24 bis 48 Stunden in lauwarmem Wasser ein, um die harte Samenschale aufzuweichen und die Keimung zu beschleunigen. Säe je einen Samen etwa 1–2 cm tief in einzelne Töpfe mit gut drainierender Erde. Halte die Keimtemperatur bei 20–25 °C; unter 18 °C keimt die Inka-Gurke schlecht oder gar nicht. Die Keimung erfolgt nach 10–28 Tagen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind) pflanze die Jungpflanzen mit etwa 90 cm Abstand ins Freilandbeet oder in einen großen Topf mit Kletterhilfe. Saatgut lässt sich aus reifen Früchten selbst gewinnen: Schwarze, vollausgebildete Samen trocknen und kühl sowie trocken lagern — die Keimfähigkeit bleibt mehrere Jahre erhalten.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.
Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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