Zum Inhalt springen

Pisum sativum var. saccharatum

Zuckererbse

Volksnamen: Zuckerschote, Kaiserschote, Kefe

Zuckererbse

Foto: JS · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Bei der Zuckererbse isst du die ganze, zarte Schote samt der noch winzigen Kerne, sie hat keine pergamentartige Innenhaut. Frisch vom Strauch ist sie herrlich süß und knackig, weshalb sie selten den Weg in die Küche findet. Als Schmetterlingsblütler verbessert sie ganz nebenbei den Boden mit Stickstoff.

Pflegehinweise

Säe ab März bis Mai direkt ins Beet in eine flache Rille rund 4 cm tief und stelle früh ein Reisig- oder Netzgerüst zum Klettern auf. Halte den Boden gleichmäßig feucht, besonders ab der Blüte. Ernte die Schoten jung und laufend, solange die Kerne erst angedeutet sind, das hält die Pflanze im Ertrag.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Gib der Zuckererbse einen lockeren, tiefgründigen und humosen Boden mit guter Durchlässigkeit — mittelschwerer Lehm ist ideal, sehr sandige oder schwere, verdichtete Böden mag sie nicht. Staunässe verträgt sie gar nicht: Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nie nass, und arbeite in schwere Böden vor der Aussaat reifen Kompost und etwas Sand ein. Wichtig ist ein neutraler pH ab 6,0, sonst funktioniert die Symbiose mit den Knöllchenbakterien nicht.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Feb–Mär

Als Hülsenfrucht versorgt sich die Zuckererbse über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff aus der Luft — dünge sie deshalb nicht zusätzlich mit Stickstoff, das fördert nur Blattwerk auf Kosten der Hülsen. Arbeite im Herbst oder zeitigen Frühjahr nur etwas reifen Kompost flach ein, das verbessert die Bodenstruktur und die Phosphor- und Kaliumversorgung. Frischen Mist vermeiden. Bei stark saurem Boden vorab leicht kalken, damit die Symbiose mit den Knöllchenbakterien funktioniert.

Überwinterung

Die Zuckererbse ist einjährig: Nach Ernte und Samenreife stirbt sie im Herbst ganz ab, du musst nichts einlagern oder ausgraben — säe einfach im Frühjahr (ab März) neu aus. Nur spezielle Wintererbsen-Sorten wie ‚Frieda Welten' überwinterst du nach Oktober-Aussaat als Jungpflanze und deckst sie bei strengem Kahlfrost mit Vlies oder Reisig ab.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Zuckererbsen vermehrst du ausschließlich durch Direktsaat ins Freiland — vegetative Methoden wie Stecklinge oder Teilung sind bei dieser einjährigen Pflanze nicht möglich. Säe die Samen ab Mitte März bis Anfang April, sobald der Boden auf mindestens 5 °C erwärmt ist (später ausgesät bringt die Pflanze weniger Ertrag): Ziehe Rillen von 3–5 cm Tiefe, lege die Samen alle 5 cm ab und halte zwischen den Reihen einen Abstand von etwa 35 cm. Schütte die Rillen zu und drücke leicht an. Die Keimung dauert je nach Witterung ein bis zwei Wochen (etwa 10–14 Tage). Hohe Sorten brauchen ab einer Wuchshöhe von etwa 20 cm eine Rankhilfe aus Stöcken oder Schnüren. Möchtest du eigenes Saatgut für das nächste Jahr gewinnen, lass am Ende der Saison einige der schönsten Hülsen vollständig an der Pflanze ausreifen und braun und trocken werden, bevor du sie abnimmst. Erbsen sind strenge Selbstbefruchter — die Befruchtung läuft schon im Knospenstadium ab —, sodass Sortenkreuzungen kaum vorkommen; als Sicherheitsabstand zu anderen Erbsensorten gelten etwa 30 m, da Hummeln die Blüten gelegentlich besuchen. Achte darauf, nur samenfeste Sorten nachzubauen, denn F1-Hybriden fallen nicht sortenecht aus. Trockne die ausgepulten Samen an einem luftigen, warmen, aber schattigen Ort zwei bis drei Wochen nach und lagere sie kühl, dunkel und trocken; die Keimfähigkeit bleibt so rund drei Jahre erhalten und nimmt danach deutlich ab.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohlRettich und 32 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel KürbisEinlegegurkeButternutHokkaidoPatissonSpaghettikürbis und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.

Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.

Wenn du eigene Notizen anlegen willst, melde dich an oder leg ein Konto an.