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Vicia faba

Dicke Bohne

Volksnamen: Ackerbohne, Saubohne, Puffbohne

Dicke Bohne

Beschreibung

Die Dicke Bohne ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und erstaunlich kälteunempfindlich, eine frühe Aussaat ab Februar liefert schon im Juni dicke, buttrige Kerne. Sie bindet kräftig Stickstoff und ist eine ausgezeichnete Gründüngung. Ihre Blüten duften süß und sind ein Bienenmagnet.

Pflegehinweise

Säe die großen Kerne früh ab Februar bis April rund 5 cm tief direkt ins Beet, sie keimen schon ab wenigen Grad. Häufle die Reihen leicht an und entspitze die Triebe bei Befall mit der Schwarzen Bohnenlaus. Gieße während der Blüte gleichmäßig und ernte die Hülsen, sobald sich die Kerne deutlich abzeichnen, aber das Bohnenauge noch hell ist.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Gib der Dicken Bohne einen mittelschweren, tiefgründigen und humusreichen Boden mit gutem Wasserhaltevermögen — lehmige bis lehmig-sandige Böden sind ideal. Staunässe vermeiden und bei pH unter 6,5 vor der Aussaat kalken, damit die Knöllchenbakterien ihren Stickstoff wirksam fixieren können.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Arbeite vor der Aussaat im Februar/März reifen Kompost flach ein — eine gesonderte Stickstoffdüngung brauchst du nicht, da sich die Pflanze über ihre Wurzelknöllchen selbst mit Luftstickstoff versorgt. Auf sehr mageren Böden kannst du zusätzlich etwas Hornspäne einarbeiten, um die Startphase vor der Knöllchenbildung zu überbrücken.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Sorten

4 Sorten
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