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Allium tuberosum

Schnittknoblauch

Volksnamen: Knoblauch-Schnittlauch, Chinesischer Schnittlauch

Schnittknoblauch

Beschreibung

Schnittknoblauch ist eine winterharte Staude, deren flache Blätter mild nach Knoblauch schmecken, eine elegante Alternative zum Schnittlauch in der asiatischen Küche. Im Spätsommer öffnen sich duftende weiße Sternblüten, die Bienen lieben und die du essen kannst. Einmal gepflanzt, kommt er jedes Jahr zuverlässig wieder.

Pflegehinweise

Säe ab März im Topf vor oder direkt ab Mai an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerem Boden. Schneide die Blätter über die ganze Saison von Juni bis September laufend mit der Schere, sie treiben rasch nach. Teile den Horst alle paar Jahre im Frühjahr, dann bleibt er vital.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Schnittknoblauch mag humosen, lehmigen Boden, der gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig ist. Staunässe verträgt er gar nicht — ein sandiger Anteil verbessert die Drainage.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Arbeite im Frühjahr eine dünne Lage Kompost flach ein — das reicht als Grundversorgung. Bei häufiger Ernte kannst du im Sommer etwas Hornspäne oberflächlich nachgeben. Dünge sparsam: zu viel Stickstoff macht die Blätter weich und schwächt das Aroma.

Überwinterung

Schnittknoblauch ist eine winterharte Staude: Die oberirdischen Triebe ziehen im Herbst ein und sterben ab, die Rhizome im Boden überwintern problemlos ohne Schutz und treiben ab März/April zuverlässig neu aus. Halte den Boden über Winter nicht zu nass, sonst können die Wurzeln faulen; im Kübel stellst du die Pflanze geschützt an die Hauswand, damit der Topfballen nicht durchfriert.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung
  • Kindel

Schnittknoblauch lässt sich auf drei Wegen vermehren:

Aussaat (seed): Säe von Ende März bis April in Anzuchtschalen vor (Keimtemperatur 18–20 °C, Keimdauer ca. 14–28 Tage) oder ab April direkt ins Freilandbeet, ca. 1 cm tief. Eine frühe Vorkultur auf der Fensterbank ist möglich. Pikiere die Sämlinge nach 6–8 Wochen und pflanze sie ab Mitte Mai frostsicher ins Beet – im ersten Jahr solltest du die Pflanze noch wachsen lassen und nicht ernten, sie braucht Zeit zum Anwachsen.

Teilung (division): Ältere Horste bilden dichte Büschel und sollten alle 3–4 Jahre geteilt werden – das verjüngt die Pflanze und fördert kräftigen Neuaustrieb. Die Pflanze sollte dafür mindestens 3 Jahre alt sein. Teile entweder im frühen Frühjahr vor dem Austrieb oder im Herbst. Hebe den Horst vorsichtig aus, teile ihn mit einer scharfen Schaufel oder einem Messer in 2–3 Abschnitte und pflanze die Teile mit etwa 30 cm Abstand neu ein. Gut wässern.

Brutzwiebeln/Tochterknollen (offsets): Allium tuberosum bildet unterirdisch über Rhizome kleine Tochterzwiebeln, die sich über die Jahre ausbreiten. Im Herbst oder frühen Frühjahr kannst du diese Ableger beim Umpflanzen abtrennen und an anderer Stelle einsetzen – die schnellste Methode für neue Pflanzen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ApfelHimbeereBirneAroniaBrombeereMonatserdbeere und 51 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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