Allium tuberosum
Schnittknoblauch
Volksnamen: Knoblauch-Schnittlauch, Chinesischer Schnittlauch
Foto: Kurt Stüber [1] · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Schnittknoblauch ist eine winterharte Staude, deren flache Blätter mild nach Knoblauch schmecken, eine elegante Alternative zum Schnittlauch in der asiatischen Küche. Im Spätsommer öffnen sich duftende weiße Sternblüten, die Bienen lieben und die du essen kannst. Einmal gepflanzt, kommt er jedes Jahr zuverlässig wieder.
Pflegehinweise
Säe ab März im Topf vor oder direkt ab Mai an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerem Boden. Schneide die Blätter über die ganze Saison von Juni bis September laufend mit der Schere, sie treiben rasch nach. Teile den Horst alle paar Jahre im Frühjahr, dann bleibt er vital.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, feucht
Schnittknoblauch mag humosen, lehmigen Boden, der gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig ist. Staunässe verträgt er gar nicht — ein sandiger Anteil verbessert die Drainage.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Arbeite im Frühjahr eine dünne Lage Kompost flach ein — das reicht als Grundversorgung. Bei häufiger Ernte kannst du im Sommer etwas Hornspäne oberflächlich nachgeben. Dünge sparsam: zu viel Stickstoff macht die Blätter weich und schwächt das Aroma.
Überwinterung
Schnittknoblauch ist eine winterharte Staude: Die oberirdischen Triebe ziehen im Herbst ein und sterben ab, die Rhizome im Boden überwintern problemlos ohne Schutz und treiben ab März/April zuverlässig neu aus. Halte den Boden über Winter nicht zu nass, sonst können die Wurzeln faulen; im Kübel stellst du die Pflanze geschützt an die Hauswand, damit der Topfballen nicht durchfriert.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
- Kindel
Schnittknoblauch lässt sich auf drei Wegen vermehren:
Aussaat (seed): Säe von Ende März bis April in Anzuchtschalen vor (Keimtemperatur 18–20 °C, Keimdauer ca. 14–28 Tage) oder ab April direkt ins Freilandbeet, ca. 1 cm tief. Eine frühe Vorkultur auf der Fensterbank ist möglich. Pikiere die Sämlinge nach 6–8 Wochen und pflanze sie ab Mitte Mai frostsicher ins Beet – im ersten Jahr solltest du die Pflanze noch wachsen lassen und nicht ernten, sie braucht Zeit zum Anwachsen.
Teilung (division): Ältere Horste bilden dichte Büschel und sollten alle 3–4 Jahre geteilt werden – das verjüngt die Pflanze und fördert kräftigen Neuaustrieb. Die Pflanze sollte dafür mindestens 3 Jahre alt sein. Teile entweder im frühen Frühjahr vor dem Austrieb oder im Herbst. Hebe den Horst vorsichtig aus, teile ihn mit einer scharfen Schaufel oder einem Messer in 2–3 Abschnitte und pflanze die Teile mit etwa 30 cm Abstand neu ein. Gut wässern.
Brutzwiebeln/Tochterknollen (offsets): Allium tuberosum bildet unterirdisch über Rhizome kleine Tochterzwiebeln, die sich über die Jahre ausbreiten. Im Herbst oder frühen Frühjahr kannst du diese Ableger beim Umpflanzen abtrennen und an anderer Stelle einsetzen – die schnellste Methode für neue Pflanzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).
Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtLauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.
Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.
Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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