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Origanum vulgare

Oregano

Volksnamen: Wilder Majoran, Dost

Oregano

Beschreibung

Oregano ist das herzhafte Kraut der mediterranen Küche und unverzichtbar auf Pizza und in Tomatensaucen. Als winterharte Staude kommt er Jahr für Jahr wieder und lockt mit seinen Blüten zahlreiche Bienen und Schmetterlinge ins Beet.

Pflegehinweise

Setze Oregano vollsonnig in mageren, durchlässigen Boden, je karger der Standort, desto würziger das Aroma. Gieße nur sparsam und vermeide Staunässe. Ernte die Triebe kurz vor und während der Blüte von Juni bis September; ein Rückschnitt im Frühjahr hält die Pflanze kompakt.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, durchlässig, trocken, kalkliebend, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Oregano will mageren, gut durchlässigen Boden – am liebsten sandig-steinig mit Kalkanteil, denn die Wildform stammt von warmen Kalkstandorten. Staunässe verträgt er nicht, und zu nährstoffreiche Erde lässt ihn üppig wachsen, mindert aber das Aroma.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr reicht eine dünne Lage gut verrotteter Kompost oder etwas Hornspäne flach in die oberste Bodenschicht eingearbeitet – als Schwachzehrer braucht er mehr nicht. Zu viel Stickstoff geht direkt zulasten des Aromas, also lieber sparsam bleiben; in den Folgejahren genügt der Kompost meist nur alle zwei Jahre.

Überwinterung

Oregano ist im DACH-Tiefland voll winterhart und bleibt ohne Schutz im Beet — schneide die Triebe erst im Frühjahr zurück, die stehenden Stängel schützen den Wurzelstock und bieten Insekten Unterschlupf. Kübel-Oregano stellst du an eine geschützte Stelle (z. B. Hauswand) und gießt nur an frostfreien Tagen sparsam.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Oregano lässt sich auf drei einfache Wege vermehren. Aussaat (Februar–April): Streue die Samen auf feuchtes Substrat und drücke sie nur leicht an – Oregano ist Lichtkeimer und darf nicht abgedeckt werden. Bei rund 18–21 °C keimen die Samen nach 7–14 Tagen. Ab Februar im Haus vorziehen, ab Mitte Mai nach den Eisheiligen auspflanzen. Stecklinge (Frühsommer, etwa Mai bis Juni): Schneide 5–10 cm lange, nicht verholzte Triebspitzen knapp unter einem Blattknoten ab. Entferne die unteren Blätter, sodass die oberen zwei bis drei Blattpaare stehen bleiben. Stelle die Stecklinge entweder in ein Glas Wasser (untere 2–3 cm eintauchen) oder stecke sie direkt in sandiges, durchlässiges Anzuchtsubstrat. Hohe Luftfeuchte hilft beim Anwurzeln – ein umgestülpter Plastikbeutel oder ein Anzuchthaus ist ideal. Nach 2–4 Wochen sind kräftige Wurzeln ausgebildet, erkennbar am neuen Austrieb. Teilung (Frühjahr oder Herbst): Hebe eine etablierte Pflanze vorsichtig aus, klopfe die Erde ab und teile den Wurzelballen mit einem scharfen Messer, einem Spaten oder zwei Rücken-an-Rücken angesetzten Grabgabeln in zwei bis vier Abschnitte. Jeder Abschnitt braucht eigene Wurzeln und mindestens einen Trieb. Direkt wieder einpflanzen und gut angießen. Teilung alle drei bis vier Jahre empfehlenswert, damit die Pflanze nicht verholzt und büschig bleibt.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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