Satureja hortensis
Bohnenkraut
Volksnamen: Sommer-Bohnenkraut, Pfefferkraut
Foto: No machine-readable author provided. Bogdan assumed (based on copyrigh… · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Bohnenkraut ist das klassische Würzkraut für Bohnengerichte, es macht sie bekömmlicher und gibt ihnen eine pfeffrig-herbe Note. Im Beet ist es ein guter Nachbar der Bohnen und soll dort die schwarze Bohnenlaus fernhalten.
Pflegehinweise
Säe das einjährige Sommer-Bohnenkraut ab Ende April direkt zwischen die Bohnen oder an einen sonnigen Platz. Gieße zurückhaltend, denn es mag es eher trocken und mager. Ernte die Triebspitzen kurz vor der Blüte ab Juli, dann sind sie am aromatischsten.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend, mager
Bohnenkraut mag einen leichten, lockeren und vor allem durchlässigen Boden — lehmiger Sand oder sandiger Lehm mit kalkhaltigem Anteil ist ideal, denn die Pflanze ist kalkliebend, nicht kalkmeidend. Staunässe verträgt es überhaupt nicht; ein eher magerer bis durchschnittlich nährstoffreicher, gut drainierter Standort bringt das beste Aroma.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat oder beim Auspflanzen eine dünne Lage reifen Kompost flach in den Boden ein — das reicht meist für die ganze Saison. Auf sehr sandigem Boden kannst du etwas Hornmehl untermischen. Nachdüngen ist nicht nötig und würde nur das Aroma verwässern, weil zu viel Stickstoff Blattmasse statt ätherische Öle fördert.
Überwinterung
Sommer-Bohnenkraut ist einjährig und stirbt nach dem ersten Frost ab — überwintern lässt es sich nicht. Lass am Saisonende ein paar Pflanzen aussamen, sammle die reifen Samen trocken und kühl, und säe im Frühjahr neu: ab März im Topf auf der Fensterbank vorziehen oder ab Mai direkt ins Beet (Lichtkeimer — nur andrücken, nicht mit Erde abdecken).
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Sommer-Bohnenkraut ist eine einjährige Pflanze und wird ausschließlich durch Aussaat vermehrt — eine mehrjährige Wurzelstruktur zum Teilen gibt es nicht, und die Pflanze stirbt nach der Samenreife ab. (Verwechsle es nicht mit dem mehrjährigen Berg-Bohnenkraut, Satureja montana, das sich auch über Stecklinge vermehren ließe.)
Ab März kannst du auf der Fensterbank vorziehen: Streue die winzigen Samen dünn auf feuchte Anzuchterde. Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer — bedecke die Körner also nicht mit Erde, sondern drücke sie nur leicht an. Damit du die feinen Samen gleichmäßig verteilst, mische sie vorher mit etwas trockenem Sand. Bei 16–20 °C zeigen sich die ersten Keimlinge nach etwa 10–15 Tagen. Halte das Saatgut bis zur Keimung gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
Ab Ende April bis Mitte Mai (nach den Eisheiligen) kannst du direkt ins Freiland aussäen oder die vorgezogenen Pflanzen auspflanzen; halte dabei etwa 25–30 cm Reihenabstand. Für eine zweite Ernte im Spätsommer ist eine Nachsaat im Juni/Juli möglich. Beachte: Verwende möglichst frisches Saatgut, da die Keimfähigkeit nach einem Jahr deutlich nachlässt.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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