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Melissa officinalis 'Citronella'

Zitronen-Melisse

Volksnamen: Zitronenmelisse, Bienenkraut

Zitronen-Melisse

Beschreibung

Die Sorte ‚Citronella’ duftet besonders intensiv nach Zitrone und ergibt einen erfrischenden, beruhigenden Tee. Die Staude ist winterhart, treibt jedes Frühjahr zuverlässig nach und ist bei Bienen wie bei Kindern gleichermaßen beliebt.

Pflegehinweise

Pflanze die Melisse an einen halbschattigen bis sonnigen Platz mit nährstoffreichem Boden. Ernte die Blätter zwischen Juni und September am besten vor der Blüte, dann ist das Aroma am kräftigsten. Schneide die Pflanze nach der Blüte einmal kräftig zurück, damit sie frisch und buschig nachtreibt. Im Topf breitet sie sich nicht so stark aus wie im Beet.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Zitronenmelisse mag lockeren, humusreichen Boden mit guter Drainage — eine lehmig-sandige Mischung ist ideal, weil sie Feuchtigkeit hält ohne Staunässe. Schwere, verdichtete Böden lockerst du vor dem Pflanzen mit Sand und reifem Kompost auf, denn Staunässe führt zu Wurzelfäule.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär, Apr, Jul

Im Frühjahr beim Austrieb arbeitest du eine dünne Lage reifen Kompost flach ein — das reicht der Melisse meist die ganze Saison. Bei mehrjährigem Stand am selben Platz kannst du im Frühjahr zusätzlich etwas Hornspäne einstreuen. Nach dem ersten Schnitt im Sommer ist eine weitere leichte Kompostgabe möglich, damit sie noch einmal kräftig austreibt. Dünge zurückhaltend: Zu viel Stickstoff fördert üppiges Blattwerk, verwässert aber das Zitronenaroma.

Überwinterung

Lass die Zitronen-Melisse im Beet ohne Schutz überwintern — sie zieht sich im Herbst in den Wurzelstock zurück und treibt im Frühjahr kräftig neu aus; schneide abgestorbene Stängel im Herbst oder erst im Frühjahr bodennah zurück und verzichte auf dichten Mulch, damit der Boden abtrocknen kann und die Wurzeln nicht faulen. Im Kübel stellst du sie hell und frostfrei, weil Töpfe schneller durchfrieren als Gartenerde.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Zitronenmelisse lässt sich auf drei Wegen vermehren — am zuverlässigsten sortenecht durch vegetative Methoden.

Teilung (empfohlene Methode für 'Citronella'): Teile ältere Horste im frühen Frühjahr, sobald die Bodentemperatur steigt und die ersten Triebe sichtbar werden. Stich die Pflanze aus, ziehe den Wurzelballen auseinander oder trenne ihn mit einem scharfen Messer in Segmente — jedes Stück braucht mindestens zwei kräftige Triebe und eigene Wurzeln. Pflanze die Teilstücke gleich wieder ein (Abstand 35–40 cm) und wässere gut an. Alle drei bis vier Jahre lohnt sich eine Teilung auch zur Verjüngung.

Stecklinge (sortenecht, ideal für Töpfe oder wenn wenig Mutterpflanze vorhanden): Schneide von Mai bis August gesunde Triebspitzen von 10–15 cm Länge, direkt unter einem Blattknoten. Entferne die unteren Blätter, behalte oben zwei bis drei Blattpaare. Stecke die Stecklinge in feuchte Kräutererde mit Sand-Anteil oder stelle sie zunächst ins Wasser — nach etwa zwei Wochen bilden sich Wurzeln. Decke den Topf locker mit einer durchsichtigen Haube ab, um die Luftfeuchte zu halten, und stelle ihn warm und hell, aber nicht in pralle Sonne.

Aussaat (nur bedingt sortenecht — für 'Citronella' kann die Nachkommenschaft variieren, daher für sortenechte Pflanzen lieber Teilung oder Steckling): Säe ab Februar/März unter Glas oder ab Mitte Mai direkt ins Freiland. Zitronenmelisse ist ein Lichtkeimer — Samen nur auflegen und leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Bei 18–22 °C keimt sie nach etwa zehn bis vierzehn Tagen. Nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) ins Beet auspflanzen, Abstand 30 cm. Hinweis: Zitronenmelisse versamt sich im Garten gern von selbst.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelPaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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