Ocimum basilicum
Basilikum
Volksnamen: Königskraut
Foto: Castielli · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Basilikum ist das Sommerkraut schlechthin und der klassische Partner der Tomate, im Beet wie auf dem Teller. Es liebt Wärme und dankt jeden Sonnenstrahl mit kräftigem Aroma.
Pflegehinweise
Stelle es an den wärmsten, windgeschützten Platz und gieße morgens reichlich, ohne dass Staunässe entsteht. Knipse die Triebspitzen regelmäßig aus, bevor sich Blüten bilden, so bleibt die Pflanze buschig und treibt immer wieder frisch nach.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich
Basilikum will einen lockeren, humosen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt es überhaupt nicht. Bei schwerem Boden arbeitest du etwas Sand ein. Pflanze nicht vor Mitte Mai ins Freiland, der Boden muss durchgewärmt sein.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mai–Aug
Arbeite vor dem Pflanzen reifen Kompost flach in den Boden ein — das reicht als Grundversorgung. Bei häufigem Ernten und Rückschnitt kannst du ab Juni über die Saison hinweg etwas Hornspäne um die Pflanzen streuen und leicht einharken. Dünge eher knapp: Zu viel Stickstoff treibt üppiges Wachstum, mindert aber das Aroma.
Überwinterung
Basilikum ist nicht winterhart und stirbt schon bei Temperaturen unter etwa 10 °C ab — das übliche einjährige Genoveser Basilikum überwinterst du nicht, sondern ziehst es im Frühjahr einfach neu aus Samen. Nur mehrjährige Strauchsorten (z. B. African Blue) bringst du durch: vor dem ersten Frost eintopfen und hell sowie frostfrei bei rund 10 bis 15 °C drinnen aufstellen, dabei deutlich weniger gießen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
- Teilung
Basilikum lässt sich auf drei Wegen vermehren, wobei Aussaat und Stecklinge die wichtigsten sind.
Aussaat (März bis Mai): Basilikum ist ein Lichtkeimer — die Samen nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Halte die Keimtemperatur zwischen 20 und 25 °C, dann keimen die Samen meist in 1 bis 2 Wochen. Auf der Fensterbank kannst du ab Ende März starten; für die Direktsaat draußen warte bis Mitte Mai (KW 20), wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Aus selbst gewonnenem Saatgut wachsen reine Sorten sortenecht nach, F1-Hybriden dagegen nicht.
Stecklinge (Frühjahr bis Sommer): Schneide einen gesunden, blühfreien Trieb von 10–15 cm Länge direkt unterhalb eines Blattpaares ab. Entferne die unteren Blätter, sodass nur 2–3 Blattpaare oben bleiben. Du kannst den Steckling ins Wasser stellen (heller, nicht prall sonniger Platz, rund 20–24 °C) und das Wasser alle zwei bis drei Tage wechseln — nach etwa 1 bis 2 Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln. Alternativ steckst du ihn direkt in leicht feuchte Anzuchterde. Stecklinge sind sortenecht und bringen schneller erntereife Pflanzen als die Aussaat.
Teilung: Gekaufte Supermarkt-Töpfe enthalten oft viele dicht gedrängte Pflänzchen, die um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurrieren. Löse den Ballen vorsichtig heraus und teile ihn in drei bis vier gleich große Portionen — feuchte den Wurzelballen vorher an, damit du die Wurzeln behutsam auseinanderziehen kannst. Jedes Teil kommt in einen eigenen Topf mit frischer Erde. So entgehst du dem frühen Eingehen überfüllter Töpfe und ziehst aus einem Topf mehrere kräftige Pflanzen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelAndenbeerePetunieZiertabakAnanaskirscheEngelstrompete und 2 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lieber nicht
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